Die Indians trafen am Wochenende auf den erwartet schweren Gegner Planegg, der in Bestbesetzung am Memminger Hühnerberg antrat. Die Gastgeber dagegen mussten aus gesundheitlichen Gründen auf ihre Kapitänin Daria Gleißner und Topscorerin Kassandra Roache verzichten. Die Gäste übernahmen sofort das Kommando und es gelang den Memmingerinnen nur selten, sich vom Druck zu befreien. Bereits nach sechs Minuten musste Emma Schweiger zum ersten Mal hinter sich greifen, Theresa Wagner hatte die Oberbayern in Führung gebracht. Mit viel Mühe und auch Glück gelang es den Indians, einen weiteren Treffer der „Penguins“ im ersten Abschnitt zu verhindern. Im Mittelabschnitt konnten die Maustädterinnen dann auch eigene Chancen herausspielen. Nur das Lattenkreuz verhinderte den Ausgleichstreffer durch Sonja Weidenfelder. In der letzten Minute des zweiten Drittels schlug dann ein Schuss von ESC Verteidigerin Tabea Botthof zum 0:2 für die Oberbayern ein. Auch nach dem letzten Seitenwechsel versuchten die Maustädterinnen zum Anschlusstreffer zu kommen, doch die Vorentscheidung fiel sieben Minuten vor Spielende durch einen umstrittenen Penalty. Die Chance ließ sich Franziska Feldmeier nicht entgehen und die Scheibe prallte von der Unterkante der Querlatte in die Maschen des Memminger Tores. Das letzte Tor für die Gäste erzielte dann Julia Zorn (57. Min).

Am Sonntagmorgen folgte das Rückspiel in der Grafinger Scheune. Genau 100 Sekunden waren gespielt, da nahmen die Penguins das Gastgeschenk der Indians dankbar an und gingen durch Julia Zorn in Führung. Nur 12 Sekunden später zappelte die Scheibe erneut im Kasten von Laura Egger, die diesmal das Tor hütete und es hieß 0:2 aus Sicht der Memmingerinnen. Die „Penguins“ waren eiskalt im Ausnützen von Torchancen: gleich zu Beginn des zweiten Drittels schraubten sie das Zwischenresultat durch Jacyn Reeves und Kathrin Lehmann auf 0:4 in die Höhe. Die Allgäuerinnen hatten durchaus Möglichkeiten zu eigenen Treffern zu kommen, scheiterten aber ein ums andere Mal an den Torhüterinnen der Gastgeber Lisa Hemmerle bzw. Franzi Albl (ab 36. Min). Als Justin Reyes in der 36.Min das Tor zum 0:5 Endstand erzielte war das Spiel längst entschieden.

„Beide Siege Planeggs waren klar verdient“ kommentiere Indians Coach Werner Tenschert. „Wir konnten das Spiel am Samstag zwar lange offen gestalten, aber den Gegner nie wirklich in Verlegenheit bringen. Am Sonntag war der Auftakt suboptimal, das darf so nicht passieren. Meiner Mannschaft muss ich zu Gute halten, dass sie nie aufgesteckt hat. Leider war uns trotz etlicher guter Chancen kein Treffer vergönnt.“

Weiter geht es am kommenden Wochenende mit den beiden Gastspielen bei den Eisbären Juniors Berlin.

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©

 

24.10.2020 / 17:15 ECDC Memmingen Indians – ESC Planegg 0:4 (0:1/0:1/0:2)


Tore:

0:1 (05:41) Theresa Wagner (Jacyn Reeves, Kristin Schmid)

0:2 (39:10) Tabea Botthof (Kathrin Lehmann, Justin Reyes)

0:3 (52:15) Franziska Feldmeier [PS]

0:4 (56:43) Julia Zorn (Justin Reyes) [PP-1]

Strafen: Memmingen 6 Min., Planegg 8 Min

Zuschauer: 50

Es spielten:  Emma Schweiger (Laura Egger)/ Carina Strobel, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger, Anna-Lena Niewollik / Sonja Weidenfelder, Lena Schurr, Anne Bartsch, Antje Sabautzki, Katharina Ott, Luisa Bottner, Savannah Rennie, Marina Swikull

 

25.10.2020 / 11:15 EC Planegg - ECDC Memmingen Indians 5:0 (2:0/3:0/0:0)

Tore:

1:0 (01:40) Julia Zorn (Justin Reyes)

2:0 (01:52) Sarah Kubiczek (Yvonne Rothemund, Antonia Glogger)

3:0 (20:32) Jacyn Reeves (Theresa Wagner) [PP-1]

4:0 (22:17) Kathrin Lehmann (Julia Zorn, Justin Reyes)

5:0 (35:26) Justin Reyes (Yvonne Rothemund, Kathrin Lehmann) [PP+1]

Strafen: Planegg  10 + 10 Min, Memmingen  6 Min.

Es spielten:  Laura Egger (22:17) Emma Schweiger (37:43)/ Carina Strobel, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger, Anna-Lena Niewollik / Sonja Weidenfelder, Lena Schurr, Anne Bartsch, Antje Sabautzki, Katharina Ott, Luisa Bottner, Savannah Rennie, Marina Swikull, Kassandra Roache

Zuschauer: 27

Maximal 50 Zuschauer auf fest zugewiesenen Sitzplätzen sind unter Einhaltung der aktuellen Hygienebedingungen zugelassen. Der Zutritt erfolgt ausschließlich über den Seiteneingang, an der Waldseite der Eissporthalle (beim Außenkiosk).  Ein Mund-Nasenschutz muss während des gesamten Aufenthalts in der Eissporthalle getragen werden.

Vorrang bei der Ticketvergabe haben die Dauerkartenbesitzer, die sich bis Freitagabend 22 Uhr per Email an info@ecdc-frauen.de unter Angabe des vollständigen Namens und der Dauerkartennummer (Rückseite) anmelden müssen. Die restlichen Karten gibt es dann zum Preis von 5 Euro an der Tageskasse.

In jedem Fall muss beim Eintritt ein Kontaktformular ausgefüllt werden. Dieses steht zum Download hier => Download Kontaktnachverfolgung zur Verfügung und kann so bereits zu Hause ausgedruckt und ausgefüllt werden.

Eine Woche nach dem erfolgreichen Bundesligaauftakt in Bergkamen kommt es zum ersten direkten Aufeinandertreffen der Memminger Indians mit dem Dauerrivalen Planegg. Am Samstag um 17:15 Uhr haben die Memmingerinnen Heimrecht, einen Tag später müssen die Indians um 11:15 Uhr in der Grafinger Scheune gegen denselben Gegner auswärts ran.

Der Rückblick

Mitten im Play-Off Finale wurde der Traum der Memmingerinnen von der dritten Meisterschaft in Folge jäh unterbrochen. Punktgleich mit Planegg hatten die Indians die Hauptrunde 2019/20 beendet – nur aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs hinter den Oberbayern. Vor knapp 1200 Zuschauern kassierten die Allgäuerinnen dann im ersten Play-Off Finalspiel mit 2:4 die einzige Heimniederlage der ganzen Saison und brannten auf Revanche bei den Rückspielen in Grafing, doch soweit kam es nicht mehr. Der Verband beendete drei Tage später die Runde, erstmals wurde kein Meister ausgespielt.

Die Vorbereitung

„ZOOM-Workout“ hieß das Schlagwort während des Lockdowns. Dreimal wöchentlich traf sich das Team virtuell um per Videokonferenz zu trainieren. Sobald es die behördlichen Auflagen zuließen, gab es dann ein gemeinsames Sommerprogramm, zunächst in Kleingruppen, dann wieder mit dem ganzen Team. Seit Ende Juli standen die Indians Frauen dann zwei Mal wöchentlich im Bundesleistungszentrum Füssen auf dem Eis. Das geplante Trainingslager in der heimischen Eissporthalle Ende August fiel dann aus – ein technischer Defekt an der Eisaufbereitungsanlage machte den ECDC Frauen einen Strich durch die Rechnung, so dass weiterhin Training in Füssen angesagt war.

EWHL Supercup

Auch der EWHL Supercup, seit etlichen Jahren fester Bestandteil des Jahresprogramms der Memmingerinnen, fiel der Corona Pandemie zum Opfer. Dabei wären es allesamt höchst attraktive Gegner und eine optimale Vorbereitung auf die Saison gewesen. Die Memminger Verantwortlichen hielten sich an die Vorgaben des Deutschen Eishockeybundes (DEB) der eine Reisewarnung für Spiele in der Schweiz herausgegeben hatte und sagten ihr Gastspiel bei den „Löwinnen“ des ZSC Zürich ab. Das Freundschaftsspiel beim Landesligameister Königsbrunn erwies sich dann trotz des 14:0 Erfolgs als Eigentor. Nachdem zwei Tage später gegnerische Spielerinnen positiv auf den Covid-19 Virus getestet wurden, wanderte der Großteil der Maustädterinnen in eine 14-tägige Quarantäne. Aufgrund dieser Sperre musste dann schließlich auch das Heimspiel gegen KMH Budapest abgesagt werden.

Der Kader

Bereits das achte Jahr steht Headcoach Werner Tenschert an der Memminger Bande. Drei Meisterschaften, drei Pokalsiege und ein Titel im EWHL Supercup wurden unter seiner Leitung gewonnen.

Die Abgänge:

Neben US Import Lenka Serdar (Wechsel nach Tschechien) verlies auch Nationalstürmerin Marie Delarbre die Indians in Richtung Ingolstadt.  Tiana Rehder wechselte aus beruflichen Gründen zum Landesligisten Ravensburg.

Die Zugänge:

Prominentester Neuzugang ist Nationalspielerin Anne Bartsch (25 Jahre) von den Eisbären Berlin. Die 96-fache Nationalspielerin hat bereits ein neues Zuhause gefunden und sich in der Maustadt eingelebt. Die zweite Kontingentstelle neben Liga-Topscorerin Kassandra Roche besetzten die Indians mit der 21-jährigen Kanadierin Savannah Rennie aus Winnipeg, Manitoba. Rennie spielte zuletzt für die Syracuse University und erzielte dort während ihres Studiums 27 Tore und 40 Assists. Stürmerin Marina Swikull kehrt nach einem Auslandsjahr in den USA an ihre alte Wirkungsstädte zurück. Mit Doppellizenz vom EV Landsberg stößt die 16-jährige Verteidiger Nele Egger zum Team. Vom eigenen Nachwuchs sollen Charlott Schaffrath und Emma Felsch (beide 15 Jahre) an die Frauen-Bundesliga herangeführt werden. Die ebenfalls 15-jährige Fellheimerin Nina Jörg, im Indians Nachwuchs ausgebildet und jetzt die für den U15 und U17 des EV Füssen im Tor aktiv, gehört ebenso erstmals zum Kader der Indians Frauen.

Das Saisonziel

Indians Coach Werner Tenscherts Hauptziel ist, die Play-Offs zu erreichen. Dass dies nicht nur von den sportlichen Ergebnissen abhängig sein wird, ist dem Memminger Übungsleiter bewusst. „Wichtig wird sein, dass Alle gesund bleiben und wir angesichts der Pandemie möglichst viele Spiele absolvieren können. Nachdem unsere Vorbereitung praktisch ins Wasser gefallen ist, müssen wir in den nächsten Wochen erst mal schauen, wie das Team am besten zusammenpasst. In den Play-Offs ist dann Alles möglich

Der Spielplan

Der neue Spielplan beschert den Maustädterinnen bis Anfang Dezember viele Reisen: zehn Auswärts- und nur zwei Heimpartien stehen auf dem Programm. Dann dreht sich das Ganze und bis Ende Februar folgen 10 Heim- und nur noch 2 Auswärtsspiele. Die Play-Offs beginnen Ende Februar 2021.

Der Wochenendgegner

Samstag um 17.15 Uhr kommt der ESC Planegg an den Memminger Hühnerberg, einen Tag später müssen die Indians zum Rückspiel um 11.15 Uhr in Grafing ran. Fast alles, was es in den letzten zehn Jahren im deutschen Fraueneishockey zu gewinnen gab, machten Memmingen und Planegg unter sich aus. „Planegg hat schon ein paar Spiele absolvieren können und dürfte von der Vorbereitung weiter sein als wir“ meint ECDC Übungsleiter Werner Tenschert. „Aber diese Spiele haben immer was Besonderes und wir werden natürlich alles daran setzen, um zu punkten.“

Fotoquelle: Alwin Zwibel (C)

Die Frauen der Memminger Indians kamen zum Auftakt in die neue Bundesliga zu den erhofften sechs Punkten bei den Bergkamener „Bärinnen“. Samstagabend gewannen die Allgäuerinnen mit 2:1 , am frühen Sonntagmorgen folgte ein 3:1 Erfolg.

Dass es insgesamt eine mühevolle Angelegenheit war, war wenig verwunderlich. Die ganze Vorbereitung der Memmingerinnen mit dem EWHL Supercup fiel der Corona Pandemie zum Opfer und das einzige Vorbereitungsspiel gegen Landesligameister Königsbrunn war nicht unbedingt hilfreich. „Wir werden noch ein paar Spiele brauchen, um unsere Reihen zu finden und uns entsprechend einzuspielen“ meinte ECDC Coach Werner Tenschert. Dazu kommt, dass Bergkamen der gewohnt unbequeme Gegner war, und sich die Indians trotz phasenweiser drückender Überlegenheit mit dem Torabschluss schwer taten.

Am Samstag brachte Kassandra Roache per Nachschuss die Gäste in Führung (24. Min). Fünf Minuten später gelang Alena Hahn mit einem Alleingang der Ausgleich für die Bärinnen. Kurz vor dem zweiten Seitenwechsel markierte Verteidigerin Carina Strobel den 2:1 Siegtreffer für die Allgäuerinnen. Der gut aufgelegten Torfrau Bergkamen, Pia Surke, war dabei die Sicht versperrt.

Schon am frühen Sonntag trafen sich beide Teams erneut in der Bergkamener Eissporthalle. Wie tags zuvor war es Kassandra Roache, die ihre Farben mit 1:0 in Führung brachte (10. Min). Und auch diesmal gelang den Gastgebern in der Folge durch Alena Hahn der Ausgleich (16.). Auf die Siegerstraße brachte die Indians dann Neuzugang Savannah Rennie, der mit einem Rückhandschuss in den Torwinkel das 2:1 gelang (17.). Die 21-jährigen Kanadierin war dann auch noch mit dem dritten Memminger Treffer zum 3:1 Endstand erfolgreich (54.).

Das kommende Wochenende wird eine ganz andere Herausforderung für die Allgäuerinnen, wenn es am Samstag am Memminger Hühnerberg zum ersten direkten Aufeinandertreffen mit Dauerrivalen Planegg kommt.

 

17.10.2020 / 17:30 EC Bergkamen - ECDC Memmingen Indians 1:2 (0:0/1:2/0:0)

Tore:

0:1 (23:42) Kassie Roache (Anne Bartsch)

1:1 (29:09) Alena Hahn (Svenja Küsters)

1:2 (37:52) Carina Strobel (Kassie Roache, Anne Bartsch)

 Strafen: Bergkamen 8 Min, Memmingen 6 Min.

 

18.10.2020 / 09:00 EC Bergkamen - ECDC Memmingen Indians 1:3 (1:2/0:0/0:1)

Tore:

0:1 (09:19) Kassandra Roache

1:1 (15:17) Alena Hahn (Maja Irmsch, Rebecca Graeve)

1:2 (16:32) Savannah Rennie (Sonja Weidenfelder)

1:3 (53:14) Savannah Rennie (Carina Strobel, Lena Kartheininger)

Strafen: Bergkamen 4 Min, Memmingen 8 Min.

 

Es spielten:  Emma Schweiger / Carina Strobel, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger, Daria Gleissner, Anna-Lena Niewollik / Sonja Weidenfelder, Lena Schurr, Kassie Roache, Anne Bartsch, Antje Sabautzki, Katharina Ott, Luisa Bottner, Savannah Rennie, Marina Swikull

Wegen eines Corona Falls müssen wir das Heimspiel gegen den ZSC Zürich am Sonntagnachmittag leider absagen.

Am Sonntagnachmittag empfangen die Indians Frauen im europäischen EWHL Supercup den ZSC Zürich am Memminger Hühnerberg. Spielbeginn ist um 15 Uhr. Die Vorfreude ist groß, dass es nach Corona bedingten Einschränkungen, vielen Trainingseinheiten auf fremdem Eis, dem Ausfall des Trainingslagers und technischen Störungen in der heimischen Eissporthalle nun endlich wieder richtig los geht.

Die „Mir zeiged Chralle - Lions Frauen“ aus Zürich sind 6-facher Schweizer Meister und dominieren seit Jahren gemeinsam mit Lugano die Top-Division der Frauen im Nachbarland. Mit zahlreichen Nationalspielerinnen gehören die Züricherinnen nicht nur zu den Topfavoriten in ihrer Heimat, sondern auch im EWHL Supercup.

Nachdem der Spiel- und Trainingsbetrieb bei den Eidgenossen schon seit längerem läuft, sieht Indians Coach Werner Tenschert die Gäste klar im Vorteil: „Wir stecken eigentlich noch mitten in der Saisonvorbereitung und werden sicher das ein oder andere testen müssen. Unser Ziel ist es, bis zum Bundesligastart am 16. Oktober bereit zu sein“. Ob die beiden anderen Partien in der Vorrundengruppe A gegen Budapest und Almaty, die Beide aktuell zu den RKI Risikogebieten zählen, überhaupt ausgetragen werden können, steht derzeit in den Sternen. „Das werden wir zur gegebenen Zeit mit den lokalen Behörden abstimmen“ so der Memminger Trainer.

„Wir freuen uns, dass auch Zuschauer wieder zugelassen sind“ so ECDC Teamleiter Peter Gemsjäger. „Nur der Kiosk bleibt momentan noch geschlossen, bis hier alle Details geklärt sind wird es noch etwas dauern“.

Fotoquelle: Alwin Zwibel (C)

 

Hinweis: Bis zu maximal 100 Zuschauer sind aktuell unter Einhaltung der Hygienebedingungen zugelassen. Der Zutritt erfolgt ausschließlich über den Seiteneingang, an der Waldseite der Eissporthalle (beim Außenkiosk). Um Warteschlangen beim Eingang zu vermeiden steht hier die Kontaktliste hier zum Download bereit, die dann bereits zu Hause ausgedruckt und ausgefüllt werden können.

=> Download Kontaktnachverfolgung

Namhafte Unterstützung bekommen die Memminger Bundesligafrauen durch die 24-jährige Nationalspielerin Anne Bartsch von den Eisbären Juniors Berlin. Indians Coach Werner Tenschert „Ich bin überzeugt, dass Anne sportlich und menschlich ein großer Gewinn für unsere Mannschaft ist“.

Bartsch begann als Verteidigerin und durchlief zunächst die Nachwuchsteams der Jonsdorfer Falken. Ab 2009 lief sie dann auch mit Doppellizenz für den OSC Berlin auf. Dort feierte sie gleich im ersten Jahr die Deutsche Meisterschaft. Mit dem Pokalsieg in der Memminger Eissporthalle folgte 2014 ein weiterer nationaler Titel mit den Berliner Frauen. In der Saison 2016/17 gab sie dann ein einjähriges Gastspiel bei HV 17 Jönköping in Schweden, wo sie von der Abwehr in den Sturm wechselte. Bislang brachte es Anne Bartsch auf 197 Einsätze in der Frauenbundesliga und erzielte 25 Treffer.

Ihr Debut in der Deutschen U15 Nationalmannschaft gab Anne Bartsch im Jahr 2010. Im Dezember 2012 folgte der erste Einsatz im U18 Team des Deutschen Eishockeybundes und zwei Jahre später die erstmalige Berufung in die Frauen A-Nationalmannschaft. Neben zwei U18 Weltmeisterschaften bringt es Anne Bartsch bereits auf drei A-Weltmeisterschaften mit insgesamt 96 Länderspielen.

Seit Oktober 2019 gehört Bartsch zur Sportfördergruppe der Bundeswehr und wird im September ihre Grundausbildung absolvieren.

„Ich möchte mich sportlich und persönlich weiterentwickeln“ meinte Bartsch zu ihren Beweggründen, nach Memmingen zu wechseln. „Zudem ist die Strecke nach Füssen, wo wir Sportsoldaten regelmäßig mit der Bundeswehr trainieren, deutlich kürzer.“ Wenig verwunderlich auch ihre Zielsetzung mit der Nationalmannschaft: „Klar, unser großes Ziel ist natürlich die Olympiateilnahme 2022“.

Anne Bartsch hat bereits ihr neues Domizil in der Maustadt bezogen und trainiert seit rund drei Wochen mit den Indians Frauen. „Das gesamte Team hier hat mich sehr herzlich aufgenommen und ich freue mich schon sehr auf die neue Saison“.

Die Stadt Memmingen hat uns am Montag darüber informiert, dass sich die Eisbereitung in der städtischen Eissporthalle erheblich verzögern wird. Eine mit der Inbetriebnahme der Kältetechnik beauftragte Firma hat ein undichtes Ventil festgestellt, das sicherheitsbedingt ausgetauscht werden muss. Für die Arbeiten muss ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen gerechnet werden. Erst nach Abschluss der Arbeiten kann die Kälteanlage in Betrieb genommen werden und mit der Eisbereitung begonnen werden.

Auswirkungen hat die Verzögerung hauptsächlich auf den Trainingsbetrieb der zahlreichen Nachwuchsteams und der Frauen-Mannschaft. Das geplante Trainingslager der Nachwuchsmannschaften in der letzten Ferienwoche sowie das der Frauenmannschaft am ersten Septemberwochenende mussten abgesagt werden.

Peter Gemsjäger, Teammanager der Bundesliga Frauen: „Unsere ersten Spiele stehen bereits am 13.9. (in Thun, Schweiz) bzw. am 19./20.9 im EWHL Supercup (in Zürich) an und daher ist das Ganze eine ziemliche Katastrophe. Wir hatten für die erste Woche im September in Memmingen zwei intensive Trainingseinheiten sowie unser jährliches Trainingslager vom 4.-6.9. eingeplant, was jetzt alles ins Wasser fällt. Nun werden wir - wie bereits seit Ende Juli - mit zwei wöchentlichen Eiseinheiten in Füssen behelfen, was für alle eine erhebliche Mehrbelastung bedeutet. In der Kürze der Zeit jetzt noch irgendwo ein Trainingslager auf die Beine zu stellen ist aber unmöglich.“

 

Nicht mehr im Trikot der Indians wird Nationalspielerin Marie Delarbre auflaufen. Die 26-jährige Stürmerin spielte bereits seit 2007 - mit fünf Jahren Unterbrechung wegen ihres USA Studiums - für die Allgäuerinnen. Sie wechselt jetzt zum Ligakonkurrenten nach Ingolstadt. „Wir danken Marie für ihre Zeit hier und wünschen ihr alles Gute bei der neuen Herausforderung“ so ECDC Teamchef Peter Gemsjäger.

 

Von der Syracuse Universität (NCAA) kommt die 21-jährige Savannah Rennie in die Maustadt. Die Kanadierin hat dabei ein Angebot der Connecticut Whales (National Women's Hockey League) ausgeschlagen. Rennie übernimmt den Platz von Lenka Serdar, die nach einem sehr erfolgreichen Jahr bei den Indians nach Tschechien wechselt um dort ihre Spielberechtigung für die Nationalmannschaft zu verwirklichen.

„Ich denke, die Herausforderung in Memmingen passt perfekt für mich und ich freue mich schon riesig darauf“ so Rennie. „Auch wenn die Option bei den Whales in der NWHL sehr interessant gewesen wäre, möchte ich neue Erfahrungen sammeln und eine andere Kultur kennen lernen. Ich bin schon sehr aufgeregt und kann es kaum erwarten, nach Deutschland zu kommen.“

 

In 123 Spielen für Syracuse hat Rennie 27 Tore und 40 Assist erzielt. Syracuse Headcoach Paul Flanagan freut sich, dass seine Stürmerin den Sprung über den großen Teich wagt: „Das ist eine tolle Gelegenheit für Savannah. Sie hat immer alles für ihr Team gegeben und hart für so eine Chance gearbeitet – ich wünsche ihr alles Gute“. Auch Memmingens Headcoach Werner Tenschert, der sich bei seinem amerikanischen Kollegen ausführlich über seine neue Kontingentspielerin informiert hat, ist zuversichtlich: „Ich denke, Savannah passt menschlich und sportlich genau in unser Anforderungsprofil“.

Während des Eistrainings am Dienstagabend kam der Anruf vom Deutschen Eishockeybund. Die Saison in der Frauen-Bundesliga ist ab sofort beendet, die für das Wochenende angesetzten Play-Off Rückspiele der Indians gegen Planegg finden nicht mehr statt.

Spielerinnen und Trainer der Allgäuerinnen waren gleichermaßen sprachlos. So wirklich verstehen kann die Entscheidung im Memminger Lager niemand, denn im Meisterschaftsfinale des Vorjahres kamen gerade mal 92 Zuschauer in die „Scheune“ nach Grafing. Die seitens der Politik geforderte Grenze von maximal 1000 Zuschauern spielte bei der Entscheidung des Verbandes offenbar keine Rolle.

Trainer Werner Tenschert zeigt sich aus sportlicher Sicht enttäuscht: „wir haben das Video vom letzten Samstag lange und ausführlich analysiert und wussten, was wir beim Rückspiel hätten ändern müssen. Die Chancen auf unsere Titelverteidigung waren auf jeden Fall gegeben.“

Auch Teammanager Peter Gemsjäger war sehr optimistisch, die Heimspielniederlage drehen zu können und ein Spiel drei am Sonntag erzwingen zu können. „Dafür haben wir für Samstag bereits Abendessen und ein Hotel in Ebersberg gebucht.“ Zudem hatten die Allgäuerinnen einen Fanbus nach Grafing organisiert, der bereits gut besetzt war. „Selbstverständlich respektieren wir in Bezug auf die Gesundheit unserer Spielerinnen sowie der Zuschauer die Entscheidung. Was uns aber missfällt ist die Tatsache, dass es seitens des Verbandes Umfragen unter den Oberligsten zur weiteren Vorgehensweise gab, mit den beiden Finalisten der Frauenbundesliga aber niemand gesprochen hat“ so Gemsjäger. „Wir reden hier von zwei ausstehenden Spielen am Samstag und Sonntag in Grafing. Die hätten durchaus als Geisterspiele ausgetragen werden können, ohne dass Planegg ein größerer finanzieller Verlust entstanden wäre. So wäre die Ermittlung eines Meisters auf sportlich faire Weise zustande gekommen. Da ist doch ein gewaltiger Unterschied beispielsweise zur Oberliga, bei der die Play-Offs bis Mitte April gedauert hätte“

Am Schlimmsten traf es freilich die fünf Nationalspielerinnen im Indians Kader, die am Samstag unmittelbar nach dem ersten Finalspiel von der Absage der Frauen Weltmeisterschaft in Halifax, Kanada erfahren hatten. Auch hier hat COVID-19 zugeschlagen. Die WM wird jetzt in einem Jahr an gleicher Stelle ausgetragen.

 

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