Die 23-jährige Celina Haider wird in der kommenden Saison das Trikot der Memminger Eishockeyfrauen tragen. Die Stürmerin spielt 2015 in der höchsten deutschen Spielklasse, zunächst für den ESC Planegg. Dort wurde sie 2017 erstmals Deutscher Meister. Nach dem Wechsel 2020 zum ERC Ingolstadt kam 2022 eine weitere Meisterschaft sowie zwei Pokalsiege (2023 und 2024) dazu. Bislang kam die gebürtige Rosenheimerin in 154 Bundesligaspielen auf 44 Tore und 76 Assists.

In der Frauen-Nationalmannschaft gehört Celina Haider zum Stammkader des DEB und ist Sportsoldatin bei der Bundeswehr München. Sie kann auf vier Weltmeisterschaften (21 Spiele, 6 Tore und 9 Assists) zurückblicken.

Celina Haider: „Ich freue mich auf eine neue Herausforderung in der anstehenden Saison und bin davon überzeugt, dass der ECDC die perfekte Anlaufstelle ist, um sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln.“

„Wir freuen uns sehr über eine so hochkarätige und laufstarke Verstärkung in der Offensive“ meint Indians Headcoach Waldemar Dietrich. Bei den Indians Frauen wird Celina Haider das Trikot mit der Nummer 34 tragen.

Fotoquelle: Alwin Zwibel

Mit Caylee Nagle bekommt ein weiteres Memminger Eigengewächs in der kommenden Saison einen Platz im Kader der Frauen-Bundesligamannschaft. Die Verteidigerin hat schon in der vergangenen Spielzeit regelmäßig am Training der Frauen teilgenommen und sich so für den nächsten Schritt in ihrer Eishockeykarriere empfohlen.

Die 15-jährige hat alle ECDC Nachwuchsmannschaften durchlaufen und spielte zuletzt für die U15 und U17 Teams der „Young Indians“.  Auch internationale Erfahrungen durfte sie bereits sammeln. Ein Highlight war dabei im Januar 2024 mit der DEB U16 Nationalmannschaft der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Jugend-Winterspielen (YOG) in Gangwon, Südkorea. Zuletzt nahm sie im April beim U16 Europapokal in Bratislava (Slowakei) teil.

Peter Gemsjäger, sportlicher Leiter der Indians Frauenmannschaft: „Wir haben mit der Integration von Eigengewächs Charlott Schaffrath in den Kader gute Erfahrungen gemacht. Charly hat sich mittlerweile einen Platz in der Frauen Nationalmannschaft erarbeitet und wurde jüngst auch in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen. Wir möchten jetzt auch Caylee nach und nach an die Frauenbundesliga heranführen und hoffen, dass auch sie ihren Weg gehen wird“.

„Ich freue mich ein Teil der Mannschaft zu werden und hoffe, dass ich dadurch viel lernen und neue Erfahrung sammeln kann“ so Nagle.

Caylee Nagle wird bei der Frauenmannschaft mit der Trikotnummer 14 auflaufen.

Fotoquelle: ECDC

Zweiter Neuzugang bei den Memminger Eishockeyfrauen ist Emma Kohler aus Dornbirn. Die 17-jährige Stürmerin begann ihre Eishockeykarriere beim SC Hohenems und kam über die Spielgemeinschaft SC Rheintal/SC Dornbirn in der Saison 2021/22 in die schweizerische Fraueneishockey Liga B, zuerst beim EC Will, dann bei den Thurgau Ladies. Das österreichische Dress trug Emma Kohler zwei Jahre für die U16 Nationalmannschaft. In den letzten beiden Jahre stand sie dann im U18 Aufgebot Österreichs bei den Weltmeisterschaften 2023 in Ritten (ITA) und 2024 in Neumarkt (ITA).

Die junge Stürmerin hat bereits in der vergangenen Saison bei den Indians Frauen mittrainiert und bei den Trainern einen guten Eindruck hinterlassen. „Wir werden in der kommenden Saison vermehrt jungen Talente in unseren Kader einbauen. Emma ist ein Baustein auf diesem Weg“ meint ECDC Headcoach Waldemar Dietrich.

„Es ist eine tolle Herausforderung für mich, die kommende Saison für Memmingen spielen zu dürfen. Ich hoffe die Mannschaft bestmöglich unterstützen zu können. Meine Vorfreude ist sehr groß. Ich freue mich auf eine tolle Saison mit dem ganzem Team“ so Kohler.

Emma Kohler wird einen der beiden EU-Kontingentplätze bei den Indians einnehmen und mit der Trikotnummer 27 für ihr neues Team auflaufen.

Fotoquelle: Charpy Sportsphotography ©

Mit Torhüterin Chiara Schultes präsentiert die Frauenmannschaft der Memminger Indians den ersten Neuzugang für die Saison 2024/25.  Die 18-jährige Torhüterin Chiara Schultes wird künftig den 5-fachen Deutschen Meister unterstützen.

Chiara Schultes begann schon mit fünf Jahren in Weiden bei den Young Blue Devils mit dem Eishockeysport, wo man schnell auf das große Talent des Mädchens aufmerksam wurde. Mit 14 Jahren stand sie bei zwei Eishockey-Nachwuchsteams des EV Weiden zwischen den Pfosten – der U15 und U17. Im Sommer 2021 wechselte Chiara dann zum DEL-Club EHC Straubing Tigers. „Dort hatte ich einfach eine bessere sportliche Perspektive und konnte in der höchsten deutschen Jugendklasse spielen“.  In Straubing nahm sie auch Skills Coach Aleks Kerks, der in der vergangenen Saison auch regelmäßig für die Indians Frauen tätig war, unter seine Fittiche.

Chiara Schultes von Team Deutschland Frauen wŠhrend des Spiels zwischen Deutschland Frauen und Finnland Frauen am 10.11.2023 in Landshut, Deutschland. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ein besonderes sportliches Highlight war die IIHF U18-Weltmeisterschaft 2023 in Italien, bei der Schultes alle Spiele für dien DEB absolvierte und als beste Torhüterin des Turniers und als beste deutsche Spielerin ausgezeichnet wurde. „Der erste Platz bei dieser WM, sowie die Auszeichnungen als beste deutsche Spielerin und als bester Goalie der Weltmeisterschaft haben mich unfassbar glücklich und stolz gemacht“, sagt die 18-jährige.

Im vergangene Sommer wechselte Chiara Schultes dann nach Regensburg und spielte mit Förderlizenz für den ESC Planegg. So kam sie auf ihre ersten Einsätze in der Frauen Bundesliga.

„Wir sind durch die starken Leistungen schon früh auf Chiara aufmerksam geworden“ so der sportliche Leiter der Indians Frauen, Peter Gemsjäger. „Ihren Wechsel hatten wir dann bereits im Dezember vereinbart, aber bevor Chiara uns erstmals zur Verfügung stand, ging es mit der A-Nationalmannschaft zu einem Turnier nach Schweden. Dort verletzte sie sich leider so schwer an der Schulter, dass sie operiert werden musste und so für den Rest der Saison ausgefallen ist“.

Seit Anfang Mai wohnt Chiara Schultes nun in Memmingen und die Freude auf die neue Saison ist groß: „Ich freue mich in Memmingen zu sein und bin heiß auf eine erfolgreiche Spielzeit mit der Mannschaft.  Die Voraussetzungen hier sind optimal und ich hoffe, dem Team helfen zu können.“

Chiara wird für die Indians mit der Trikotnummer 75 auflaufen.

Fotoquelle: Citypress (C)

Ohne Pause geht es weiter für acht Nationalspielerinnen des ECDC Memmingen. Am Samstagabend stand die fünfte Meisterschaft für die Indians Frauen fest, schon am Dienstagnachmittag traf sich die Frauen-Nationalmannschaft im Bundesleistungszentrum Füssen zum WM Vorbereitungslehrgang. Zwei Tage später, am Donnerstag startet der ganze Tross dann schon Richtung USA, wo in Utica (New York) vom 3. bis 14. April die 2024 IIHF-Frauen-Weltmeisterschaft stattfindet.

„Gar nicht auszudenken, wenn unsere Finalserie gegen Ingolstadt über vier oder gar fünf Spiele gegangen wäre“ findet der sportliche Leiter der Memminger Frauen Peter Gemsjäger. „Worst case hätten wir Dienstagabend noch zu Spiel fünf in Ingolstadt antreten müssen“. So blieben den Finalteilnehmerinnen immerhin noch Sonntag und Montag um ein klein wenig zu feiern und die Koffer für die WM zu packen.

Im Kader der DEB Frauen-Nationalmannschaft stehen acht Spielerinnen aus dem aktuellen Kader der Memminger Indians: Daria Gleißner, Ronja Hark, Charlott Schaffrath und Carina Strobel (alle Verteidigung), dazu die Stürmerinnen Nicola Eisenschmid, Franziska Feldmeier, Laura Kluge und Jule Schiefer. Auch Torhüterin Sandra Abstreiter trug bis zu ihrem Wechsel in die nordamerikanische Profiliga PWHL Anfang November das Indians Trikot. Auf Abruf stehen die ECDC Spielerinnen Katharina Häckelsmiller (Sturm) und Lilly Uhrmann (Tor).

Vor dem WM-Start bestreitet die DEB-Auswahl am 1. April 2024 ein Vorbereitungsspiel gegen die Schweiz, ehe vom 4. bis 9. April 2024 die WM-Vorrundenspiele der Gruppe B gegen Dänemark, Japan, Schweden und China anstehen. Die drei bestplatzierten Nationen der Gruppe B erreichen das Viertelfinale, komplettiert wird das Feld durch die fünf Nationen der Gruppe A.

MagentaSport zeigt alle deutschen Partien sowie das Finale der 2024 IIHF-Frauen-Weltmeisterschaft live und kostenlos.

 

Spielplan der deutschen Frauen-Nationalmannschaft:

01.04.2024 | 18:00 (dt. Zeit 0:00) | Deutschland – Schweiz (Testspiel)

04.04.2024 | 15:00 (dt. Zeit 21:00) | Dänemark – Deutschland

06.04.2024 | 15:00 (dt. Zeit 21:00) | Japan – Deutschland

08.04.2024 | 11:00 (dt. Zeit 17:00) | Deutschland – Schweden

09.04.2024 | 11:00 (dt. Zeit 17:00) | Deutschland – China

Die Eishockeyfrauen der Memminger Indians sind erneut Deutscher Meister im Fraueneishockey. Am Samstagnachmittag holten sie beim ERC Ingolstadt mit 4:3 in der Verlängerung den entscheidenden dritten Sieg und verteidigten so erfolgreich ihren Meistertitel in der DFEL. Wie schon im Vorjahr gaben die Indians in den gesamten Play-Offs nicht ein einziges Spiel ab.

Dabei hat der Nachmittag alles andere als gut begonnen für die ECDC Frauen. Schon nach zwei Minuten gingen die Ingolstädterinnen nach einem sehenswerten Treffer von Emily Nix in Führung. Die Indians drückten auf den Ausgleich doch einen erneuten Konter der Pantherinnen verwandelte Lucy Klein zur 2:0 Führung für die Gastgeber (10.Min). Die Allgäuerinnen, die sich über die gesamte Partie deutlich mehr Spielanteile erarbeiten konnten, scheiterten bei den Angriffsversuchen zunächst aber immer wieder an der stark haltenden ERC-Torfrau Lisa Hemmerle.

 

Es dauerte bis zur 22. Minute, ehe den Indians durch Nara Elia der hochverdiente 2:1 Anschlusstreffer gelang. Nach dem zweiten Seitenwechsel schien die Partie dann zu kippen.  Gerade mal zwölf Sekunden waren gespielt, da gelang Nicola Eisenschmid der 2:2-Ausgleich, drei Minuten später brachte dann Franziska Feldmeier die Maustädterinnen erstmals in Führung. Doch Ingolstadt schlug durch Marie Delarbre zum 3:3 (49.) zurück.

So mussten, wie schon in Spiel zwei, beide Teams in die Verlängerung. Hier spielten so gut wie nur die ECDC Frauen und die Ingolstädterinnen kamen fast nicht aus dem eigenen Drittel. Aber die schwarze Hartgummischeibe wollte einfach nicht ins Ingolstädter Tor - vorerst. Nach gut acht Minuten hatten die Gastgeber durch Emily Nix dann den ersten Torschuss in der Overtime. Den letztendlich verdienten Siegtreffer zur fünften Meisterschaft der Indians markierte Laura Kluge (71. Min.), die über Lisa Hemmerle hinweg den Puck in die Maschen des Ingolstädter Tores bugsierte. Der Rest war Jubel.

Stimmen zum Spiel

Waldemar Dietrich (ECDC Memmingen Headcoach): „Der Titelgewinn fühlt ich gut an. Wir haben gewusst, dass es eng wird, da wir in diesem Jahr gegen Ingolstadt bereits drei Spiele in der Hauptrunde und das Finale im DEB-Pokal verloren haben. Der ERC hat eine wirklich starke Mannschaft und das Playoff-Finale war auf Augenhöhe, aber am Schluss haben wir verdient gewonnen. Wir sind stolz darauf, dass wir es in drei Spielen geschafft haben, uns den Meistertitel zu sichern.“

Peter Gemsjäger (Sportlicher Leiter ECDC Memmingen):Es war unser großes Saisonziel, den Titel zu verteidigen. Die drei Finalspiele der beiden besten deutschen Teams waren eine echte Werbung fürs Fraueneishockey. Zusammen mit dem Gewinn des europäischen EWHL Supercups war es eine überragende Saison für uns. Wir hoffen nun, dass es gelingt die Liga zu stärken und so das Deutsche Fraueneishockey weiter nach vorne zu bringen.“

DEB-Vizepräsident Marc Hindelang (Verantwortungsbereich LEV/ Ligen): „Glückwunsch an die Indians, die sich vollkommen verdient den Meistertitel gesichert und damit Revanche für das Pokalfinale genommen haben. Die Spiele zwischen den beiden besten deutschen Teams waren wesentlich enger als es der Serienendstand am Ende vermuten lässt. Die Zuschauerzahlen widerspiegeln genau das, aber auch generell das gesteigerte Interesse am Frauen-Eishockey und seinem Potenzial. Gerade auch die 13 Nationalspielerinnen von Memmingen und Ingolstadt haben Top-Leistungen geboten und fahren nun sicher mit viel Selbstvertrauen zur anstehenden Weltmeisterschaft.“

 

23.03.24 / 16:15 ERC Ingolstadt - ECDC Memmingen Indians 3:4 (0:2/1:0/2:1/1:0) OT

Tore:

1:0       (01:21) 1:0 NIX A. (71) DELARBRE M. (39)
2:0       (09:35) 2:0 KLEIN L. (19), EGGER N. (23)
2:1       (22:02) 2:1 ELIA N. (7)
2:2       (40:12) 2:2 KLUGE L. (72), ELIA N. (7)
2:3       (43:15) 2:3 FELDMEIER F. (69), GLEISSNER D. (20)
3:3       (48:46) 3:3 DELARBRE M. (39)
3:4       (70:46) 3:4 KLUGE L. (72), FELDMEIER (69)

Strafen: Ingolstadt 6 Min - Memmingen 8 Min

Zuschauer: 562

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©

Ein Sieg fehlt den Eishockeyfrauen der Memminger Indians noch zum erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft. Die von Waldemar Dietrich trainierte Mannschaft hat am vergangenen Wochenende mit einem 4:2 Auswärtserfolg bzw. einem 4:3 nach Verlängerung vor heimischem Publikum die Tür weit aufgemacht, um ihren fünften Titel in der Frauen-Bundesliga DFEL zu erreichen. In der, im Modus best-of-5 gespielten, Finalrunde haben die ECDC Frauen nun drei „Match-Pucks“ um ihren Titel zu verteidigen.

Die erste Möglichkeit dazu haben die Maustädterinnen am Samstag, wenn um 16:15 Uhr das dritte Spiel in der Ingolstädter Saturn Arena ausgetragen wird. Sollte es da noch nicht klappen, findet die vierte Finalpartie einen Tag später, am Sonntag um 15 Uhr am Memminger Hühnerberg statt.

Die bisherigen beide Spiele boten Frauen Eishockey auf höchstem Niveau, das die rund 2400 Zuschauer am vergangenen Wochenende begeisterte. Beide Teams schenkten sich in den sehr fairen Begegnungen nichts und die Indians mussten jeweils hart arbeiten, um die beiden Erfolge sicherzustellen.

Der Druck liegt bei den Ingolstädterinnen, für die „Pantherinnen“ ist es ein „do-or-die“ Spiel, denn nur ein Sieg zählt um die Serie nochmals zu verkürzen. Die Allgäuerinnen werden vor Ort Unterstützung von zahlreichen eigenen Anhängern bekommen, ein Fanbus hat sich bereits angekündigt.

Die restlichen Termine DFEL Playoff-Finals

23.03.2024 | 16:15 Uhr | ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen
24.03.2024 | 15:00 Uhr | ECDC Memmingen – ERC Ingolstadt *
26.03.2024 | 19:00 Uhr | ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen *

(* falls notwendig)
Fotoquelle: Alwin Zwibel ©

Auch das zweite Duell der Finalserie um die deutsche Meisterschaft konnten die Frauen des ECDC Memmingen am Sonntag vor heimischem Publikum mit 4:3 nach Verlängerung für sich entscheiden. In der „Best-of-five“-Serie um den Titel führt der amtierende Meister nun mit 2:0. Die Memmingerinnen waren tags zuvor in Ingolstadt mit einem Auswärtssieg beim ERC Ingolstadt in die Finalserie gestartet.

Das symbolische Eröffnungsbully am Sonntagmittag übernahm Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacher. 1638 Zuschauer hatten den Weg in die Eissporthalle am Hühnerberg gefunden. Ein neuer Zuschauerrekord fürs Memminger Fraueneishockey.

Indians Coach Waldemar Dietrich setzte auf dieselbe Formation wie am Samstag.  Zu Beginn hatten die Maustädterinnen klare Vorteile und erarbeiteten sich gleich einige Torchancen, doch mit einem verdeckten Schuss auf das von Selma Luggin gehütete Tor ging  Ingolstadt durch Lea MacLeod  nach fünf Minuten in Führung. Jule Schiefer ließ das 1:1 folgen (10 Min), Laura Kluge brachte die Gastgeberinnen dann 43 Sekunden vor dem ersten Pausenpfiff mit einem Rückhandschuss unter die Latte mit 2:1 in Führung. Praktisch im Gegenzug, glich Anna Nix aber zum 2:2 aus. Aus ihrer Überlegenheit im ersten Abschnitt hatten es die Indians versäumt, mehr zu machen.

Im Mittelabschnitt waren es dann die Ingolstädterinnen, die mehr vom Spiel hatten. So gelang der Ex-Memmingerin Marie Delarbre in der 23. Minute das 3:2 für Ingolstadt.

Im Laufe des dritten Durchgangs erspielten sich dann die Indians wieder mehr Vorteile und Ingolstadt konnte sich bei Torhüterin Lisa Hemmerle bedanken, dass die knappe Führung weiterhin Bestand hatte.  Von den begeisterten Zuschauern immer wieder nach vorne gepeitscht dann in der 54. Minute der verdiente Ausgleich.  Elia Nara nahm mit einem Handgelenkschuss Maß und es hieß 3:3. Folglich ging es in Overtime. Hier dauerte es aber nur 49 Sekunden, bis Franziska Feldmeier für die Indians eine Lücke fand und den umjubelten 4:3-Siegtreffer für die Maustädterinnen markierte.

Die Indians führen somit 2:0 in der Finalserie, und brauchen für die Titelverteidigung  und ihren fünften Meistertitel nur noch einen weiteren Erfolg. Die nächste Partie findet am kommenden Samstag um 16.15 Uhr in der Ingolstädter Saturn-Arena statt. Ein mögliches Spiel vier würde dann am darauffolgenden Sonntag um 15 Uhr erneut am Memminger Hühnerberg ausgetragen werden.

Memmingens Headcoach Waldemar Dietrich: „Beiden Teams war das Samstag Spiel anzumerken. Ingolstadt hat unsere Fehler eiskalt bestraft, doch wir haben Moral bewiesen und konnten zweimal einen Rückstand egalisieren. Über das ganze Spiel gesehen denke ich, dass unser Sieg nicht unverdient war. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die Mädels gut regenerieren, damit wir am kommenden Wochenende den noch notwendigen dritten Sieg in der Serie einfahren können.“

 

17.03.24 / 13:00 ECDC Memmingen Indians - ERC Ingolstadt – 4:3 OT (2:2/0:1/1:0/1:0)

Tore:

0:1 (04:40) EQ MACLEOD L. (DELARBERE M.)

1:1 (09:18) PP1 SCHIEFER J. (STROBEL C., HARK R.)

2:1 (19:17) EQ (KLUGE L. (EISENSCHMID N., ELIA N.)

2:2 (19:37) NIX A. (MACLEOD L., DELARBRE M.)

2:3 (22:42) DELARBRE M.

3:3 (53:44) ELIA N. (KLUGE L., SCHAFFRATH C.)

4:3 (60:49) FELDMEIER F. (SCHIEFER J., GLEISSNER D.)

 

Strafen: - Memmingen 2 Min - Ingolstadt 6 Min

Zuschauer: 1638

Fotoquelle: Alwin Zwibel

Indians starten mit 4:2 Auswärtssieg in Finalserie

Die Eishockeyfrauen der Memminger Indians sind mit einem Auswärtssieg beim ERC Ingolstadt in die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft gestartet. 4:2 (1:1/1:1/2:0) hieß der Endstand nach drei Powerplaytoren vor 718 Zuschauern in der Ingolstädter Saturn Arena.

Die Indians waren in einer intensiven Partie früh in Führung gegangen. Nicola Eisenschmid überwand Ingolstadts Torfrau Lisa Hemmerle mit der Rückhand nach vier Minuten. Die Gäste aus dem Allgäu bestimmten die erste Hälfte des Eröffnungsdrittel, doch nach dem Ausgleichstreffer von Sara Kaneppele (10.Min) hatten die Pantherinnen mehr vom Spiel.

Im Mittelabschnitt waren es wiederum die Indians, die vorlegten. In Überzahl verwandelte Antje Sabautzki einen Nachschuss zur 2:1 Führung der Allgäuerinnen (25.). Kurz vor der zweiten Pause konnten die Gastgeber – ebenfalls in Überzahl – durch Emily Nix erneut ausgleichen.

Der amtierende Meister erarbeitet sich dann im Schlussdrittel ein deutliches Chancenplus. Ingolstadt hatte durch Lea Macleod in Unterzahl die große Möglichkeit zur Führung, aber ECDC Torfrau Selma Luggin war mit einer blitzschnellen Reaktion zur Stelle. Noch im selben Indians Überzahlspiel überwand Carina Strobel ERCI Torfrau Hemmerle zum 3:2 (55.). Die Kanadierin Nara Elia in Diensten der ECDC Frauen stellte in einem weiteren Powerplay nach schönem Spielzug den 4:2-Endstand her (60.).

ECDC Headcoach Waldemar Dietrich: „Wir waren die ersten zehn Minuten das bessere Team, der Rest des ersten Abschnitts war Ingolstadt stärker. Ab dem zweiten Drittel konnten wir uns immer mehr Vorteile erarbeiten und so verdient Spiel eins für uns entscheiden.“

 

16.03.24 / 16:00 ERC Ingolstadt - ECDC Memmingen Indians 2:4 (1:1/1:1/0:2)

Tore:

0:1 (03:03) EQ EISENSCHMID N. (KLUGE L., ELIA N.)

1:1 (09:33) EQ  KANEPPELE S. (BRENDEL F.)

1:2 (24:24) PP1 SABAUTZKI A. (ELIA N., KLUGE L.)

2:2 (39:37) PP1 NIX A. (MACLEOD L.)

2:3 (54:48) PP1 STROBEL C. (SCHIEFER J.)

2:4 (59:30) PP1 ELIA N. (GLEISSNER D., EISENSCHMID N.)

 

Strafen: Ingolstadt 12 Min - Memmingen 8 Min

Zuschauer: 718

Erneut stehen die Eishockeyfrauen des ECDC Memmingen im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Sie treffen als Titelverteidiger im Modus best-of-5 auf den ERC Ingolstadt, den amtierenden Pokalsieger. Zunächst treten die Memmingerinnen am Samstag um 16 Uhr in der Ingolstädter Saturn Arena an, einen Tag später kommt es um 13 Uhr zum Rückspiel am Memminger Hühnerberg.

Zweifelsohne treffen im Play-Off Finale der Saison 2023/24 die beiden stärksten Mannschaften der diesjährigen DFEL Saison aufeinander. Ingolstadt wurde souverän mit 69 Punkten Erster der Hauptrunde, die Indians mit 60 Punkten Zweiter. Der Abstand zum Dritten Mannheim (39) bzw. Vierten Berlin (35) ist bereits relativ deutlich. Von den vier direkten Duellen gegen Ingolstadt konnten die Allgäuerinnen nur eines mit 3:1 für sich entscheiden. In den anderen drei Begegnungen zogen die Indians jeweils den Kürzeren (1:3, 1:3 bzw. 0:1).

Allerdings waren die Indians über Monate hinweg stark dezimiert, zeitweise fehlten gleich fünf Stürmerinnen. Das Manko konnten die ECDC Verantwortlichen mittlerweile ausgleichen und die entstandenen Lücken im Mannschaftskader auffüllen. „Ich gehe von einem Spiel beider Teams auf Augenhöhe aus“ meint Indians Coach Waldemar Dietrich. „Kleinigkeiten können den Unterschied ausmachen.“ Zuletzt präsentierten sich die Memmingerinnen in einer aufsteigenden Formkurve. Die beiden letzten DFEL Spiele gegen Berlin wurden mit 9:0 bzw. 8:1 gewonnen und Mannheim im Play-Off Halbfinale in drei Spielen aus dem Rennen geworfen. Ingolstadt tat sich in ihrem  Halbfinale gegen die Eisbären Juniors Berlin schwerer.  Sie brauchten vier Spiele um den Vierten der Hauptrunde zu bezwingen. Zuhause gab es eine 0:2 Niederlage und ein 4:0 Sieg, auswärts in Berlin ein 4:3 nach Verlängerung und einen 3:0 Erfolg.

Kopfzerbrechen macht dem gesamten ECDC noch die Spielansetzung am Sonntag. Die Frauen spielen um 13 Uhr, die Oberliga Männer haben um 19 Uhr (statt üblicherweise 18 Uhr) ihr erstes Play-Off Heimspiel im Viertelfinale gegen Heilbronn. Normalerweise ist das kein Problem, doch im Finale wird „endless-overtime“ gespielt. Das heißt, steht es nach 60 Minuten Unentschieden, wird das Eis neu aufbereitet und danach solange je ein weiteres Drittel mit 20 Minuten gespielt, bis ein Tor fällt. Ab 17 Uhr ist die Halle eigentlich fest in Händen der Oberliga doch niemand kann garantieren, dass das Spiel der Frauen rechtzeitig abgeschlossen ist.

„Wir haben uns mit beiden infrage kommenden Vereinen um einen Tausch des Heimrechts bemüht, um diesem Konflikt aus dem Weg zu gehen“ so der sportliche Leiter der Memminger Eishockeyfrauen Peter Gemsjäger. „Berlin hat sich sehr kollegial verhalten und sofort zugestimmt. Ingolstadt hat dagegen abgelehnt, sie hätten keine Möglichkeit einen weiteren Final-Spieltermin am Sonntag in ihrem Eisplan zu generieren. Nachvollziehbar ist das für uns nicht, denn wenn Mannheim statt uns ins Finale gekommen wäre, hätte Ingolstadt an diesem Wochenende zwei Mal Heimrecht gehabt. Da muss die Frage erlaubt sein, wieso es am Sonntag keinen Termin geben soll“.

So bleibt die Hoffnung, dass es zu keiner Kollision mit der Oberliga kommt und das Geschehen auf dem Eis nicht durch Unruhe von außen beeinflusst wird.

 

Die Zielsetzung der Memminger Indians ist klar, der Titel soll verteidigt werden. Coach Waldemar Dietrich fasst sich gewohnt kurz: „Wir wollen unser letztes Saisonspiel gewinnen“.

 

Hinweis: „Aufgrund der hohen Zuschauernachfrage bitten wir frühzeitig zu den Spielen zu kommen. Hallenöffnung ist jeweils 60 Minuten vor Spielbeginn. Der Eingang erfolgt über die Südseite der Eissporthalle (Kassenhäuschen an der Freilauffläche) oben an der ECDC Geschäftsstelle“.

Termine DFEL Playoff-Finals

16.03.2024 | 16:00 Uhr | ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen
17.03.2024 | 13:00 Uhr | ECDC Memmingen – ERC Ingolstadt
23.03.2024 | 16:15 Uhr | ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen
24.03.2024 | 15:00 Uhr | ECDC Memmingen – ERC Ingolstadt *
26.03.2024 | 19:00 Uhr | ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen *

(* falls notwendig)

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©

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