Eine Woche nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft geht es für die Indians Frauen zum DEB Pokalturnier nach Berlin. Beim traditionellen Saisonabschluss der DFEL treffen die drei bestplatzierten Mannschaften der Fraueneishockey Bundesliga Memmingen, Planegg und Ingolstadt sowie Berlin als Gastgeber aufeinander. Am Samstag um 16 Uhr spielen im ersten Halbfinale die Indians gegen die Eisbären Juniors Berlin, das zweite Halbfinale um 19 Uhr lautet ESC Planegg gegen ERC Ingolstadt. Im Anschluss an diese Begegnung findet die Siegerehrung für die drei Erstplatzierten der Deutschen Meisterschaft statt.

 

Den vermeintlich leichtesten Gegner haben die Allgäuerinnen als Meister mit den Eisbären Berlin. Allerdings warnt ECDC Coach Werner Tenschert seine Schützlinge eindringlich vor den Hauptstädterinnen. „Berlin hat sicherlich nicht die Saison gespielt, die sie sich vorgenommen hatten. Mit einem Einzug ins Finale könnten die Eisbären nun für einen versöhnlichen Abschluss sorgen“. Belastend für die Indians kommt hinzu, dass sie die weiteste Anreise haben und so bereits am Samstag um 4 Uhr Früh in die Bundeshauptstadt starten müssen. „Natürlich ist unser Ziel ist das Finale am Sonntag (13 Uhr), dort möchten wir gern unseren Pokalerfolg vom Vorjahr wiederholen“ so Tenschert.

Den DEB Pokal 2017 nahm Indians Kapitänin Daria Gleissner von Ligenleiterin Marion Hermann in Empfang
Foto: Alwin Zwibel

 

Bereits dreimal konnten sich die Maustädterinnen den DEB Pokal sichern: 2013 in Garmisch-Partenkirchen, 2016 in Ingolstadt und 2017 in der heimischen Halle. Mit einem erneuten Pokalerfolg könnten die ECDC Frauen wie schon 2016 das Double gewinnen und als erste Mannschaft überhaupt den Pokal dreimal in Folge gewinnen.

 

Die Indians beim DEB Pokalsieg 2017 / Foto: Alwin Zwibel

 

Verzichten müssen die Indians am Wochenende auf zwei Verteidigerinnen: die verletzte Tiana Rehder sowie Franziska Brendel (Spiel Stammverein).

Eine Woche nach Gewinn der Meisterschaft sicherten sich die Frauen der Memminger Indians auch den DEB Pokal. Beim Turnier in Berlin gewannen die Schützlinge  von Trainer Werner Tenschert am Samstag gegen Gastgeber Eisbären Berlin 6:1 (1:1/2:0/3:0), am Sonntag gaben sie dem Ligadritten Ingolstadt beim 4:1 (1:0/1:1/2:0) das Nachsehen und gewannen verdient zum zweiten Mal nach 2016 das Double.

 

 

Nach dem Motto „The winner takes it all“ gaben sich die Allgäuerinnen mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft nicht zufrieden und holten sich beim Pokalturnier des Deutschen Eishockeybundes in Berlin auch den DEB Pokal. Das war nach 2016 der zweite Gewinn des „Doubles“ und gleichzeitig der dritte Pokalerfolg in Folge für die Indians.

 

Die Anreise am Samstag war ziemlich hindernisreich: vereiste Fahrbahnen, querstehende LKWs und zahlreiche Unfälle stellten die Geduld vom gesamten Team auf die erste Probe. Entsprechend durchwachsen war auch die Leistung der Memmingerinnen im ersten Drittel. Indians Topskorerin Taylor Day hatte ihr Team zwar in der zweiten Minute in Führung gebracht, doch nur drei Minuten später glich Eisbären Kapitänin Nina Kamenik zum 1:1 aus. Nach dem ersten Seitenwechsel hatten die Indians dann ihre „Busbeine“ abgelegt und kamen immer besser in Fahrt. Marie Delarbre (31. Min) und Carina Strobel (35.) brachten dann die Indians noch im zweiten Abschnitt auf die Siegerstraße. Im letzten Abschnitt dominierten dann die Maustädterinnen – wie schon oft im Saisonverlauf – das Spielgeschehen. Taylor Day (42. bzw. 56.) und Julia Seitz (58.) schraubten das Schlussresultat auf 6:1 in die Höhe.

 

 

Am Sonntag Mittag trafen die Indians im Finale auf den ERC Ingolstadt, die im zweiten Halbfinale Vizemeister Planegg mit 6:3 besiegt hatten. Die Schanzerinnen waren die einzige Mannschaft, die im gesamten Saisonverlauf gegen Memmingen einen Sieg – wenn auch erst in der Overtime – verbucht hatten, machten sich durchaus Hoffnung ihren ersten nationalen Titel einzufahren. Doch auch die Indians wollten den Pokalerfolg der letzten beiden Jahre unbedingt wiederholen. Schon im ersten Drittel waren die Allgäuerinnen die bessere Mannschaft, doch eine starke Lisa Geml im Tor der Oberbayern rettete mehrmals vor einem Rückstand. Zwei Minuten vor der ersten Pausensirene war es dann doch soweit. Bei einem Konter lies Manuela Anwander der Ingolstädter Torhüterin keine Chance und drosch den Puck zentimetergenau unter die Querlatte. Mitte der Partie dann der Ausgleich – ein schöner Angriff der Ingolstädterinnen und Vena Kanters verwandelte zum 1:1 (31. Min). Die Indians waren davon nicht sonderlich beeindruckt und gingen nur zwei Minuten später durch Taylor Day erneut in Führung. Mit dieser 2:1 Führung wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt.

 

Wieder beherrschten die Indians im letzten Drittel den Gegner und weitere Tore waren nur eine Frage der Zeit bzw. Geduld. Für das 4:1 Endresultat sorgten schließlich Daria Gleissner (51.) und Julia Seitz (57.).

 

 

Besonders bemerkenswert: von sechs nationalen Titeln der letzten drei Jahre gewannen die Memmingerinnen fünf (2 Meisterschaften und 3 Pokalerfolge)

 

Ganz in die Sommerpause verabschieden können sich die Indians Frauen noch nicht. Zunächst steht am nächsten Wochenende die traditionelle Abschlussfahrt auf dem Programm bevor am Ostersamstag das Frauen-Länderspiel Deutschland gegen Ungarn in der Memminger Eissporthalle stattfindet. Am selben Tag sind die Indians Frauen auch vom Memminger Oberbürgermeister zu einem Empfang in das Rathaus eingeladen.

 

Stimmen zum Spiel:

Indians Headcoch Werner Tenschert:   „Der DEB Pokalturnier entwickelt sich so langsam zum unserem Lieblingswettbewerb. Ähnlich dominant wie in der Liga sind wir auch in Berlin aufgetreten. Dieser Erfolg war das i-Tüpfelchen auf einer überragender Saison“

 

Assistenztrainer Markus Rose: „Mit 43:21 Torschüssen, davon 13:4 im letzten Drittel, haben wir das Finale verdient gewonnen. Zurückblickend auf die gesamte Saison bin ich sehr stolz, wie sehr wir die gesamte Liga dominiert haben.“

 

Verteidigerin Lena Kartheininger: „Heute haben wir unserer überragenden Saison die Krone aufgesetzt. Unsere geschlossene Mannschaftsleistung führte uns auch heute zum nächsten Titel.“

 

10.03.2018 / 16:45  ECDC Memmingen Indians – Eisbären Juniors Berlin 6:1 (1:1/2:0/3:0)

 

Zuschauer: 77

 

Tore:

1:0 (01:35) Taylor Day (Carina Strobel, Sonja Weidenfelder) PP1

1:1 (04:59) Nina Kamenik (Anne Bartsch)

2:1 (30:28) Marie Delarbre (Taylor Day, Carina Strobel)

3:1 (34.54) Carina Strobel (Taylor Day, Marie Delarbre)

4:1 (41:48) Taylor Day (Sonja Weidenfelder, Antje Sabautzki)

5:1 (55:48) Taylor Day (Anna-Lena Niewollik, Sonja Weidenfelder)

6:1 (57:32) Julia Seitz (Daria Gleissner, Nicola Eisenschmid)

Strafen:  Memmingen 6 Min – Berlin 14 Min

 

Es spielten: Emma Schweiger (60:00), Vanessa Muschik / Daria Gleissner, Carina Strobel, Anna-Lena Niewollik, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger, Nadine Schattner / Katharina Ott, Nicola Eisenschmid, Sonja Weidenfelder, Taylor Day, Marie Delarbre, Marina Swikull, Julia Seitz, Antje Sabautzki, Lena Schurr, Antonia Jekel

 

18.03.2018 / 13:00  ECDC Memmingen Indians – ERC Ingolstadt 4:1 (1:0/1:1/2:0)

 

Zuschauer: 109

 

Strafen:  Memmingen 6 Min –Ingolstadt 10 Min

Tore:

1:0 (18:18) Manuela Anwander (Lena Kartheininger, Daria Gleissner)

1:1 (30:09) Vena Kanters (Andrea Lanzl, Sorsha Sabus)

2:1 (33:30) Taylor Day (Manuela Anwander, Daria Gleissner)

3:1 (50:40) Daria Gleissner (Taylor Day, Carina Strobel) PP1

4:1 (56:54) Julia Seitz (Carina Strobel)

 

Es spielten: Emma Schweiger, Saskia Serbest / Daria Gleißner, Carina Strobel, Anna-Lena Niewollik, Mandy Dibowski, Lena Kartheininger / Katharina Ott, Nicola Eisenschmid, Sonja Weidenfelder, Taylor Day, Marie Delarbre, Marina Swikull, Julia Seitz, Manuela Anwander, Antje Sabautzki, Nadine Schattner, Lena Schurr, Antonia Jekel

Die Frauen-Nationalmannschaft konnte sich am Samstag vor Ostern in der Memminger Eishalle am Hühnerberg vor rund 230 Zuschauern mit 3:1 (1:0; 1:1; 1:0) gegen Ungarn durchsetzen. Am Ostermontag (02.04. / 19 Uhr) sowie am kommenden Dienstag (03.04. / 13 Uhr) treffen die DEB-Frauen zum Saisonabschluss in Besancon auf  Frankreich.

 

 

Im deutschen Kader standen vom Gastgeber und diesjährigen Doublesieger ECDC Memmingen Indians die Verteidigerinnen Carina Strobel und Franziska Brendel, dazu die drei Offensivkräfte Manuela Anwander, Nicola Eisenschmid und Marie Delarbre. Krankheitsbedingt passen musste Daria Gleißner.

Die Mannschaft von Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker bestimmte von Beginn an das Geschehen auf dem Eis. Schon in der zweiten Minute bot sich die Chance zur deutschen Führung: Laura Kluge setze sich auf der linken Seite durch und bediente Manuela Anwander vor dem gegnerischen Tor, doch eine ungarische Verteidigerin spitzelte in letzter Sekunde die Scheibe aus der Gefahrenzone. Es folgte ein gutes Überzahlspiel der Deutschen, doch Aiko Nehmet im Kasten der Gäste konnte zunächst nicht überwunden werden. Das sollte sich ändern, als die DEB-Auswahl eine Unterzahlsituation überstehen musste. Wieder setzte sich Laura Kluge durch und passte auf die mitgelaufene Andrea Lanzl, die zur deutschen Führung nur noch den Schläger hinhalten musste.

  Andrea Lanzl erzielt das 1:0 (Foto Uwe Fuchs)

 

 

Im Mittelabschnitt erhöhten die Ungarinnen den Druck und kamen zu mehr Chancen. Zunächst konnte Jule Flöten im deutschen Tor bei zwei Alleingängen noch den Ausgleich verhindern. Eine Überzahlsituation nutzen die Gäste dann aber, wenn auch sehr glücklich, zum Ausgleich. Ein Pass vor das deutsche Tor prallte vom Schläger der eigenen Verteidigerin unhaltbar in die eigenen Maschen ab. Die deutschen Frauen ließen sich davon freilich nicht beeindrucken und gingen nur zwei Minuten später wieder in Führung. Anna-Maria Nickisch bediente Franziska Feldmeier, die auf Lokalmatadorin Marie Delarbre auflegte und zum 2:1 verwandelte. Ab der 30.Minute wechselte für Flötgen die Allgäuerin Franziska Albl ins deutsche Tor.

  Marie Delarbre mit dem 2:1

 

Gleich zu Beginn des letzten Drittels scheiterte Kapitänin Julia Zorn zweimal ganz knapp vor dem ungarischen Tor. Im Überzahlspiel (45.) glückte ihr dann doch der Treffer. Mit einem schönen Schuss von der blauen Linie überwand sie die ungarische Torfrau zum 3:1-Endstand.

 

   Von der blauen Linie Julia Zorn mit dem 3:1 (links Manuela Anwander) - Foto Uwe Fuchs

 

Frauen-Bundestrainer Benjamin Hinterstocker: „Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Die Mannschaft hat sich über 60 Minuten an den Spielplan gehalten. Ziel war es den Puck konsequent nach vorne zu bringen und den Torabschluss zu suchen. Für die zwei anstehenden Spiele gegen Frankreich werden wir versuchen diese Leistung zu konservieren und zu steigern.“

Eine ganz besondere Ehre erfuhren die Frauen der Memminger Indians in dieser Woche. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte die erfolgreichen Sportlerinnen zu einem Empfang in den Marmorsaal des Münchner Prinz-Carl-Palais eingeladen.

 

Anwesend waren auch Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder, der Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek sowie der 1.Vorsitzenden der Memminger Indians, Helge Pramschüfer. Ebenso vertreten waren die fünf Premium Sponsoren der Frauenmannschaft: Thilo Frommlet von der Firma GEFRO, Klaus-Peter Dietmeyer, Geschäftsführer von Erdgas Schwaben,  Orhan Suic und Reinhard Schramm von Blossom-ic, Peter Bohnet von Bohnet Schwertransporte sowie von der Spielbank Lindau Direktor Nikolaus Bartl.

 

Fotos: Uwe Fuchs

 

Ein sehr gut informierter und vorbereiteter Ministerpräsident lobte die Indians Frauen für ihre außergewöhnlich erfolgreiche Saison, wies auf die überregionale Bedeutung dieser Erfolge für Bayern hin und erläuterte, dass es bislang nur bei ähnlichen sportlichen Spitzenleistungen einen Empfang und einen Eintrag in das Gästebuch der Staatskanzlei gegeben hatte. Als Geschenk übergab Markus Söder einen bayerischen Löwen aus Porzellan mit persönlicher Gravur und Widmung für die Indians Frauen.

 

 

Von Seiten der Memminger Indians betonte Teammanager Peter Gemsjäger die große Bedeutung dieser Auszeichnung für die Mannschaft und sprach die Hoffnung aus, dass sich noch mehr junge Mädchen für den schnellsten Mannschaftssport der Welt begeistern werden. Die Indians überreichten dem Ministerpräsidenten ein personalisiertes Mannschaftstrikot mit der Nummer 1 sowie einen von allen Spielerinnen signierten Schläger.

 

Der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek bedankte sich für die Einladung ausdrücklich beim Ministerpräsident und wünschte den Memminger Eishockeyfrauen schon jetzt viel Erfolg für die kommende Saison.

 

 

 

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