Chef an der Bande der Memminger Eishockeyfrauen bleibt auch in der kommenden Saison Waldemar Dietrich. Der 48-jährige Übungsleiter hatte die Indians Mitte November 2021 übernommen und zur Vizemeisterschaft in der Frauenbundesliga geführt.

Bereits seit Anfang Mai bittet Dietrich sein Team nun drei Mal wöchentlich zum Sommertraining um Athletik, Kraft und Ausdauer zu trainieren. Ab Juli sind dann zusätzlich Eiszeiten im BLZ Füssen gebucht und Mitte August soll es in der Memminger Eissporthalle Trainingszeiten geben.

Waldemar Dietrich freut sich auf die kommende Saison: „Die Arbeit mit den Mädels hat mich überzeugt und mir viel Spaß gemacht. Der Verein ist sehr professionell aufgestellt und das ganze Konzept bei den Indians ist stimmig. Daher musste ich auch nicht lange überlegen. Ich denke, dass wir auch kommendes Jahr wieder erfolgreich sein können. Ich freue mich jetzt, mit der Mannschaft auch die ganze Vorbereitung machen zu können um dann mit einem topfitten Team in die neue Saison zu starten.“

Teammanager Peter Gemsjäger: „Waldi ist ein absoluter Eishockeyfachmann, der weiß, von was er spricht. Wir haben uns sehr schnell über einen neuen Vertrag einigen können. Ich bin überzeugt, dass er jede einzelne Spielerin und damit auch unser ganzes Team weiterentwickeln wird“.

 

Stimmen aus der Mannschaft

Carina Strobel: „Mit Waldi haben wir einen super Trainer, der sehr viel Erfahrung und neuen Schwung in die Mannschaft gebracht hat. Mit ihm kann jede Spielerin nochmal einen Schritt nach vorne machen. Wir sind froh ihn kommende Saison wieder bei uns an der Bande zu haben.“

Daria Gleißner: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Waldi. Es macht sehr viel aus, wenn der Coach und die Mannschaft gut harmonieren und zusammenarbeiten.“

Lena Kartheininger: „Waldis Verlängerung ist der absolute Glücksgriff für uns. Er hat es bereits in der vergangenen Saison in kürzester Zeit geschafft, das Maximale aus uns herauszuholen. Ich bin mir sicher Waldi wird es mit seiner Erfahrung und seinem herausragenden Eishockeysachverstand auch in der kommenden Saison wieder schaffen uns weit nach vorne zu bringen.“

Fotocredit: Alwin Zwibel

 Unter Anleitung der Bundesligafrauen der Memminger Indians trafen sich 24 junge Mädchen am Samstagnachmittag in der Memminger Eissporthalle am Hühnerberg. Die Spielerinnen haben es dabei sichtlich genossen, einmal unter sich auf dem Eis zu trainieren und zu spielen. Die Mitglieder der Memminger Frauenmannschaft unterstützen die Nachwuchscracks dabei immer wieder mit Tipps und Tricks. Im Anschluss an das Training auf dem Eis konnten sich die Mädchen noch bei einem Imbiss stärken.

Eine Urkunde und einen Mini-Puck der Indians gab es noch dazu. 

„Uns ist es wichtig, Eishockey als Sport auch für Mädchen zu fördern“, sagte Waldemar Dietrich, seit November Headcoach der Indians Frauen, die in dieser Saison deutscher Vizemeister wurden. „Eishockey fordert die Mädchen nicht nur sportlich, sondere stärkt auch den Teamgeist und das Selbstbewusstsein“.
Der „Girls Day“ ist Teil des Nachwuchsförderprogramms des Deutschen Eishockey Bundes (DEB).
Unser besonderer Dank gilt dabei der VR-Bank Memmingen eG für die Unterstützung bei der Durchführung dieses Tages.

Nach den beiden Girls Days (2017 und 2020) und dem Global Girls Game (2018) veranstalten wir am 9. April 2022 wieder einen Girls Day in der Memminger Eissporthalle.

Hierzu möchten wir alle Eishockey Mädchen der Jahrgänge 2007 bis 2009 ganz herzlich nach Memmingen einladen. Ihr könnt bei uns Eishockey spielen und euch Tipps & Tricks von den Frauen des 3-fachen Deutschen Meisters und Vizemeisters der Saison 2022 holen.

Treffpunkt ist ab 13:45 Uhr am Sportlereingang der Eissporthalle. Eine vorherige Anmeldung bis zum  6. April per Mail (girls@ecdc-frauen.de) ist notwendig. Download hier >> Anmeldeformular GirlsDay 2022

Los geht es dann um 14:30 Uhr mit dem Eistraining unter Anleitung der Bundesligafrauen der Memminger Indians. Natürlich soll der Spaß dabei im Vordergrund stehen und so erwartet Euch ein buntes Programm auf dem Eis. Jede Teilnehmerin erhält neben einer kleinen Überraschung zudem eine Urkunde für ihre Teilnahme beim Girls Day in Memmingen.

Mitzubringen sind: komplette Eishockeyausrüstung incl. Helm, Handschuhe, Schläger und Trinkflasche (kein Glas).

Nach zwei Spielen hatte es im Playoff Finale zwischen den Memminger Indians und dem ERC Ingolstadt noch 1:1 gestanden. Am Samstag gewannen dann die Donaustädter ihr Gastspiel in Memmingen mit 4:2 und sicherten sich sonntags zu Hause mit einem 4:0 Erfolg ihre erste Meisterschaft.

In Spiel drei am Samstag mussten die Indians neben den Langzeitausfällen von Carina Strobel und Andrea Lanzl sowie der verletzten Laura Kluge auch noch auf ihre Kapitänin Daria Gleißner verzichten. Sie wurde einen Tag zuvor positiv auf Corona getestet.

Vor über 1.000 Fans erspielten sich die Memmingerinnen in der Anfangsphase durchaus gute Möglichkeiten. Allerdings brachten sie die Scheibe nicht an Ingolstadts Goalie Lisa Hemmerle vorbei. Ingolstadt zeigte sich hier abgeklärter und ging durch Celina Haider in der elften Minute in Führung. Im zweiten Durchgang fielen keine Tore, beide Teams ließen die Möglichkeiten ungenutzt. Bis zur 49. Minute stand die Partie auf Messers Schneide. Zunächst hatte Kassandra Roache die Riesenchance zum Ausgleich, scheiterte aber alleinstehend an der Torfrau der Donaustädterinnen. Dafür machte Marie Delarbre wenig später das 0:2 für die Gäste und eine Minute später in Überzahl das 0:3. Zwar konnte Sonja Weidenfelder knapp drei Minuten vor dem Ende mit dem 1:3 für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgen, doch Nicola Eisenschmidt machte mit ihrem Empty-Net-Goal zum 1:4 wenig später alles klar. Den Schlusspunkt zum 2:4 setzte Kassandra Roache 28 Sekunden vor dem Ende.

Einen Tag später standen die Maustädterinnen bei Spiel vier in Ingolstadt gewaltig unter Zugzwang. Es bleib jedoch wie am Vortag wie verhext, die Indians brachten einfach die Scheibe nicht  im Tor des Gegners unter. Dazu blieb den Memmingerinnen das Verletzungspech treu. Zuerst bekam Kassandra Roache einem Check an den Oberschenkel und war fortan nur noch eingeschränkt spielfähig. Mit der Ingolstädter 1:0 Führung (15. Minute) zog sich beim Torjubel ECDC Verteidigerin Ronja Hark durch einen gegnerischen hohen Stock ein Schleudertrauma zu und musste später ganz passen. Der zweite Ingolstädter Treffer fiel nur wenig später.

Auch nach dem ersten Wechsel änderte sich das Bild kaum. Das 3:0 durch Jule Schiefer (28.) in der 28. Minute war dann aufgrund der schwierigen personellen Lage schon eine Art Vorentscheidung. Allerspätestens als Nicola Eisenschmidt fünf Minuten vor dem Ende das 4:0 markieren konnte, war die Partie entschieden. Ingolstadt spielte die Partie locker runter und holte sich mit 3:1-Siegen verdient die Meisterschaft.

Stimmen zur Finalserie

Waldemar Dietrich (ECDC Headcoach):

Wir sind mit einem Sieg gut in die Serie gestartet und hatten auch in Spiel zwei gute Chancen gehabt, die Partie für uns zu entscheiden. Leider ist mit Laura Kluge hier eine wichtige Leistungsträgerin ausgefallen und Ingolstadt hat gewonnen. Spiel drei lief dann nicht nach unseren Vorstellungen, wir konnten unsere Leistung nicht abrufen. Dazu ist auch noch unsere Kapitänin ausgefallen. Wir sind dann gut in Spiel vier gestartet. Die Schlüsselszene war der Ingolstädter Führungstreffer, bei dem sich Ronja Hark verletzt hat. Danach hatte Ingolstadt mehr Torchancen und am Schluss auch verdient gewonnen. Das erkennen wir an und gratulieren zum Meistertitel. Wir sind aber alle stolz, dass wir ins Finale gekommen sind und die Serie so knapp gestalten konnten.

Emma Schweiger (Torhüterin)

„Wir können auf unsere Leistung und Vizemeisterschaft stolz sein. Vor allem, wenn man die teilweise turbulenten Wochen bedenkt. Wir freuen uns schon auf die kommende Saison.“

Lena Kartheininger (Ass.-Kapitänin)

„Ich bin stolz auf uns! Der gewonnene Titel Vizemeister ist die absolute Belohnung für eine anstrengende und lange Saison. In schweren Zeiten füreinander einzustehen zeichnet uns schon jahrelang aus und hat es auch diese Saison wieder. Auch wenn es am Wochenende nicht gereicht hat, wir haben bis zur letzten Minute gekämpft und an uns geglaubt. Das ist der Grund warum es eine Ehre für mich ist im Indians Trikot zu spielen“

Sonja Weidenfelder (Stürmerin)

„In dieser Saison waren wir von Beginn der Saison an mit vielen Widrigkeiten konfrontiert, und das hat sich auch während der Playoffs nicht geändert. Wir haben die Saison so beendet, wie wir begonnen haben – mit Verletzungen unserer besten Spielerinnen. Ein zweiter Platz zeigt, welche Stärke und welches Talent Memmingen auch ohne unsere Nationalspieler hat. Natürlich wären wir gerne Deutscher Meister geworden, aber wir können stolz darauf sein, wie wir als Team von Beginn der Saison bis zum Ende der Playoffs zusammengewachsen sind.“

Daria Gleissner (Kapitänin)

„Diese Saison bleibt in Erinnerung, Pech begleitet aber auch von Erfahrung geprägt. Wir sind als Mannschaft mehr zusammen gewachsen denn je, sportlich haben wir das maximal mögliche was wir zur Verfügung hatten herausgeholt. Der Trainerwechsel mitten in der Saison hat uns sehr gutgetan, Waldi hat einen super Job gemacht. Für Gold hat es nicht gereicht, die Mädels haben alles in ihrer Macht Stehende versucht. Die Ausfälle taten weh aber allergrößten Respekt an meine Mannschaft für diese Leistung. Es ist schön zu sehen wie manche Mädels sich sowohl sportlich als auch menschlich weiterentwickeln und neue Rollen annehmen.

Danke an alle Beteiligten für die tolle Unterstützung - Staff Team - Familie - Freunde - und natürlich auch unseren Sponsoren“

 

Peter Gemsjäger (sportlicher Leiter):

„Eine solch schwierige Saison habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt. Nach der Weltmeisterschaft im August hatten wir mehr ein Lazarett denn eine Eishockeymannschaft.  Aber der unglaubliche mannschaftliche Zusammenhalt hat uns über viele schwierige Wochen hinweggeholfen. Die Verpflichtung von Waldemar Dietrich als neuen Headcoach im November kann ich nur als Glücksgriff bezeichnen. Auch Corona hat uns vor große Aufgaben gestellt. Wir haben uns selber strenge Auflagen gemacht und sind mit FFP2 Masken und rund 2000 Schnelltests dank einer tollen Disziplin mit einer einzigen Corona Infektion durch die gesamte Saison gekommen. Dann hat es genau einen Tag vor dem entscheidenden Finalwochenende auch noch unsere Kapitänin Daria erwischt, mehr Pech geht fast nicht. Dass wir trotz den Ausfällen von so vielen Leistungsträgern Vizemeister wurden ist sportlich gar nicht hoch genug einzustufen. Die Mannschaft hat diesen Erfolg zurecht ausgiebig gefeiert.

Mein Dank gilt unserer Mannschaft, dem Trainerstab, der gesamten medizinischen Abteilung, meinen Kollegen vom Staff, den Familien und Freunden unserer Spielerinnen und allen, die uns bei der Aufrechterhaltung des Spielbetriebs so tatkräftig geholfen haben. Mein Dank gilt auch unserem Vorsitzenden Helge Pramschüfer sowie allen Kollegen in der Vorstandschaft. Last not least möchte ich mit bei all unseren Sponsoren bedanken, ohne die unsere Erfolge nicht möglich gewesen wären.“

 

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©


19.03.22 / 17:15 ECDC Memmingen Indians – ERC Ingolstadt 2:4 (1:1/0:0/1:1/1:0) OT

Tore:
0:1 (11:14) Celina Haider (Theresa Wagner, Tanja Eisenschmid)
0:2 (48:36) Marie Delarbre (Nicola Eisenschmid)
0:3 (49:25) Marie Delarbre (Tanja Eisenschmid, Jule Schiefer) PP+1
1:3 (57:41) Sonja Weidenfelder (Mariah Hinds)
1:4 (58:41) Nicola Eisenschmid (Jule Schiefer, Tanja Eisenschmid) ENG
2:4 (58:32) Kassandra Roache

Strafen:  Memmingen 8 Min – Ingolstadt 10 Min

Zuschauer: 1021

Es spielten:  Emma Schweiger (60:00), Saskia Serbest/ Mandy Dibowski, Ronja Hark, Lena Kartheininger, Mariah Hinds, Anna-Lena Niewollik, Nadine Schattner/ Antje Sabautzki, Luisa Bottner, Sonja Weidenfelder, Anne Bartsch, Marina Swikull, Katharina Häckelsmiller, Kassandra Roache, Charlott Schaffrath, Anna Rose

 

20.03.22 / 14:45 ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen 1:3 (

Tore:
1:0 (14:09) Theresa Wagner (Celina Haider)
2:0 (15:17)  k.A. (Nicola Eisenschmid, Tanja Eisenschmid)
3:0 (27:06) Jule Schiefer (Tanja Eisenschmid)
4:0 (54:55) Nicola Eisenschmid (Tanja Eisenschmid, Jule Schiefer)

Strafen:  Ingolstadt 14 Min – Memmingen 4 Min

Zuschauer: 515

Es spielten:  Emma Schweiger (60:00), Saskia Serbest/ Mandy Dibowski, Ronja Hark, Lena Kartheininger, Mariah Hinds, Anna-Lena Niewollik/ Antje Sabautzki, Luisa Bottner, Sonja Weidenfelder, Anne Bartsch, Marina Swikull, Katharina Häckelsmiller, Kassandra Roache, Charlott Schaffrath, Anna Rose

 

Am Samstag um 17:15 Uhr kommt es am Memminger Hühnerberg gegen den ERC Ingolstadt zu Spiel drei im diesjährigen Playoff Finale der Fraueneishockey Bundesliga. Einen Tag später findet um 14:45 Uhr das Rückspiel in der Ingolstädter Saturn Arena statt. Sollte hier noch keine Entscheidung fallen, kommt es am Samstag, den 26.3. zum finalen Spiel in Memmingen.

Nach den ersten beiden Spielen steht es 1:1 Unentschieden, so dass es für alle zwei Mannschaften wieder „bei Null“ losgeht. Am vergangenen Wochenende konnten die Allgäuerinnen ihr Heimspiel mit 3:2 für sich entscheiden, tags darauf gewannen die Pantherinnen zu Hause mit einem Empty-Net Treffer in der Schlusssekunde 3:1.

Die schlechte Nachricht für die Indians: Laura Kluge, punktbeste Spielerin der Allgäuerinnen, fällt am Wochenende aus. Sie hatte sich in der Hauptrunde Mitte Februar in Mannheim verletzt und seither hart an ihrer Rückkehr ins Team gearbeitet. Im ersten Playoff Finalspiel am vergangenen Samstag stand die 26-jährige dann erstmals wieder auf dem Eis, doch beim Rückspiel am Sonntag in Ingolstadt war nach rund der Hälfte des Spiels schon wieder Schluss. Indians Headcoach Waldemar Dietrich sieht das Ganze pragmatisch: „Wir haben uns ohne Laura in den vier Halbfinalspielen gegen Mannheim durchsetzen können, warum sollte uns das gegen Ingolstadt nicht auch gelingen?“.  Auch die Chancenauswertung ist ein Thema für den Memminger Übungsleiter: „Am Sonntag in Ingolstadt hatten wir reichlich hochkarätige Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden“.

Die Memminger Frauen rechnen mit einer großen Zuschauerkulisse am Samstag. Schon in Spiel eins waren über 500 Fans an den Hühnerberg gepilgert und die Werbetrommel für dieses Wochenende wurde seither nochmals kräftig gerührt.

Spiel vier findet dann am Sonntag um 14:45 Uhr in der kleinen Halle der Ingolstädter Arena statt. Die Zuschauerkapazität dort ist wegen des Spiels der DEL Mannschaft in der großen Halle auf 300 Personen beschränkt. „Wir haben in Ingolstadt um ein Kartenkontingent für die Familien unserer Spielerinnen und unserer Helfer angefragt. Ob wir außer dem kleinen Pflichtkontingent tatsächlich welche bekommen, bleibt abzuwarten“ so der sportliche Leiter der Indians, Peter Gemsjäger.

Eine definitive Absage erteilte Gemsjäger der Idee, das Spiel nach der Partie der DEL Mannschaft am Sonntagabend um 20 Uhr in der großen Arena auszutragen. „Wir haben bis auf ganz wenige Spielerinnen lauter Schüler, Studenten und Berufstätige. Schon ohne Verlängerung und einer möglichen Meisterehrung nach dem Spiel am Sonntag kämen wir frühestens zwischen 1:45 und 2:00 Uhr nach Memmingen zurück. Danach Bus ausladen, nach Hause fahren und am Montag heißt es für viele um 6 Uhr wieder aufstehen. Auch in den Durchführungsbestimmungen ist 18:30 Uhr als die späteste zugelassene Spielzeit klar geregelt.“

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©

Livestream:

Samstag https://www.thefan.fm/memmingen/

Liveticker: https://www.gamepitch.de/gp/playoffs/?gpLeague=003&divisionId=debfrbuli_final

 

ZUTRITT ZUM EISSTADION MEMMINGEN

Der Zutritt zum Eisstadion ist nur über die Hauptkasse (Südseite) möglich, geöffnet ist dabei der Eingang bei der ECDC Geschäftsstelle

 

AKTUELLE CORONAREGELN IM EISSTADION MEMMINGEN

2G-Regel
Die 2G-Regel besagt, dass der Nachweis einer Impfung oder Genesung vorgezeigt werden muss. Eine Ausnahme davon gilt für minderjährige Schüler, die regelmäßig getestet werden,

Maskenpflicht
Im gesamten Stadion gilt die FFP2-Maskenpflicht, diese kann nur kurzzeitig zum Verzehr von Speisen und Getränken abgenommen werden.

Mit einem 3:2 Sieg in der Verlängerung über den ERC Ingolstadt konnten die Frauen der Memminger Indians Spiel eins am heimischen Hühnerberg für sich entscheiden. Tags darauf revanchierten sich die Oberbayern und gewannen Spiel zwei in der Ingolstädter Saturn Arena mit 3:1 und glichen die Serie aus.

Am Samstag sahen rund 530 Zuschauer am Memminger Hühnerberg ein hochklassiges und spannendes Spiel, in dem beide Mannschaften Werbung für das Fraueneishockey machten.  Die Indians begannen unheimlich stark und schnürten den Gegner gut zehn Minuten lang im eigenen Drittel ein. Der Führungstreffer der Allgäuerinnen gelang Kassandra Roach, die einen Schuss von Lena Kartheininger unhaltbar für ERC-Torhüterin Lisa Hemmerle ins Ingolstädter Tor zum 1:0 abfälschte (8. Min). Eine Unordnung in der eigenen Zone nutzen die Gäste durch Tanja Eisenschmid dann noch im ersten Abschnitt zum 1:1 Ausgleich (16.).

Im zweiten Spielabschnitt tauchte  plötzlich Luisa Bottner allein vor ERC-Torfrau Hemmerle auf, sie schaufelte die Scheibe allerdings über die Latte (28.). Sieben Minuten später hatte "Kassie" Roache eine weitere große Möglichkeit, die Frauen aus der Maustadt in Führung zu schießen. Doch auch sie scheiterte an Hemmerle. Auf der Gegenseite musste nun auch Studentin Emma Schweiger im Memminger Tor immer öfters eingreifen, sie machte dabei aber ihrem Spitznamen „Irish Wall“ alle Ehre. Auch wurde es immer ruppiger, aber weitere Treffer fielen nicht, so blieb es nach 40 gespielten Minuten beim Stand von 1:1.

 

Im dritten Drittel zappelte die Scheibe dann nach 25 Sekunden im Ingolstädter Gehäuse. Dieses war jedoch zuvor verschoben worden, sodass die Schiedsrichter den Treffer nicht anerkannten. Die Ingolstädterinnen machten es dann drei Minuten später besser:  Jule Schiefer jagte den Puck aus kurzer Distanz unter die Latte und es stand 1:2.

Doch die Memminger Frauen legten ihrerseits nach: Marina Swikull erzielte in der 55. Minute den viel umjubelten 2:2 Ausgleich. Die Allgäuerinnen konnten in den letzten beiden Minuten der regulären Spielzeit sogar in Überzahl agieren, vermochten daraus allerdings kein Kapital zu schlagen. Es ging in die 20-minütige Overtime mit „Sudden Victory“.

Da zog in der 14. Minute Indians Verteidigerin Lena Kartheininger von der blauen Linie ab und überraschte Lisa Hemmerle im Kasten der Donaustädter zum 3:2 Siegtreffer.

Damit gingen die Maustädterinnen in der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft mit 1:0 in Führung.

Genau 24 Stunden später standen sich beide Kontrahenten in der Ingolstädter Saturn Arena erneut gegenüber. Diesmal zogen die Memmingerinnen vor 486 Zuschauern mit 1:3 (1:2; 0:0; 0:1) den Kürzeren.

Die Partie an der Donau begann mit einem Schock für die Allgäuerinnen: Bereits in der dritten Spielminute führten die Gegnerinnen mit 2:0. Beide Tore hatten sie innerhalb von zehn Sekunden erzielt. Bereits in der achten Spielminute antwortete allerdings Laura Kluge mit dem Anschlusstreffer für den ECDC. Das war's dann aber schon für lange Zeit mit dem Toreschießen auf beiden Seiten. Ein vergebenen Penaltyschuss, erneut ein nicht gegebener Treffer wegen einem verschobenen Tor und zwei Pfostenschüsse standen dem Memminger Ausgleichstreffer im Wege. Quasi mit der Schlusssirene gelang Ingolstadt ein Empty Net Goal. ECDC-Coach Waldemar Dietrich hatte Torhüterin Emma Schweiger zugunsten einer sechsten Feldspielerin vom Eis genommen.

Somit steht es jetzt 1:1 in der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft. Spiel drei im Modus Best-of-5 findet nun am kommenden Samstag um 17:15 Uhr erneut am Memmingen ühnerbergstatt, einen Tag später kann dann beim Rückspiel an der Donau bereits eine Entscheidung fallen.

 

Waldemar Dietrich (ECDC Headcoach):

„Samstag war ein tolles Spiel von beiden Mannschaften. In der Verlängerung zu gewinnen ist immer etwas glücklich, aber über die ganzen gespielten 75 Minuten denke ich war der Sieg nicht unverdient. Am Sonntag haben wir die ersten fünf Minuten total verpennt und innerhalb einer Minute zwei Gegentreffer bekommen. Das darf uns nicht mehr passieren. Aber auch danach hatten wir zahlreiche Chancen zum Ausgleich. Jetzt geht es wie schon im Halbfinale gegen Mannheim wieder bei null los. Wir wollen jetzt mit Unterstützung unserer Zuschauer am Samstag wieder in der Serie in Führung gehen. “

 

 

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©


12.03.22 / 17:15 ECDC Memmingen Indians – ERC Ingolstadt 3:2 (1:1/0:0/1:1/1:0) OT

Tore:
1:0 (14:02) Kassandra Roache (Daria Gleißner, Lena Kartheininger)
1:1 (15:24) Tanja Eisenschmid (Theresa Wagner, Celina Haider)
1:2 (42:18) Jule Schiefer (Franziska Brendel, Nicola Eisenschmid)
2:2 (54:20) Marina Swikull
3:2 (73:44) Lena Kartheininger (Sonja Weidenfelder)

Strafen:  Memmingen 10 Min – Ingolstadt 8 Min

Zuschauer: 530


13.03.22 / 17:15 ERC Ingolstadt – ECDC Memmingen 3:1 (2:1/0:0/1:0)

Tore:
1:0 (02:37) Sorsha Sabus (Bernadette Karpf, Jule Schiefer)
2:0 (02:47) Jule Schiefer (Nicola Eisenschmid, Bernadette Karpf)
2:1 (07:26) Laura Kluge (Daria Gleißner, Sonja Weidenfelder)
3:1(59:59) Bernadette Karpf (Celina Haider)

Strafen:  Ingolstadt 16 Min – Memmingen 12 Min

Zuschauer: 486

Es spielten:  Emma Schweiger, Saskia Serbest/ Daria Gleissner, Mandy Dibowski, Ronja Hark, Lena Kartheininger, Mariah Hinds, Nadine Schattner, Anna-Lena Niewollik/ Antje Sabautzki, Luisa Bottner, Sonja Weidenfelder, Anne Bartsch, Marina Swikull, Katharina Häckelsmiller, Kassandra Roache, Charlott Schaffrath, Anna Rose

Mit einem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt starten die Indians am Samstag um 17:15 Uhr in die Deutsche Meisterschaft 2022. Im Modus „Best-of-5“ geht es einen Tag später zur gleichen Zeit in die Ingolstädter Saturn Arena zu Spiel zwei.

Auf dem Weg ins Finale mussten die Allgäuerinnen Schwerstarbeit leisten um sich am Ende mit 3:1 Siegen über kampfstarke „Mad Dogs“ aus Mannheim durchzusetzen. Drei der vier Partien gingen dabei in eine 20-minütige Verlängerung. Finalgegner Ingolstadt machte dagegen kurzen Prozess mit Vorjahresmeister Planegg und war bereits nach drei, wenn auch sehr knappen, Spielen durch. Die Indians streben nun ihre vierte Meisterschaft an, während es für die Donaustädter der erste Titel wäre.

In die diesjährige Hauptrunde waren die Ingolstädterinnen als selbsternannter Topfavorit gestartet. Aber trotz einem Dutzend Nationalspielerinnen im Kader zeigten die Panther zwischendurch so schwankende Leistungen, dass es in der Schlusstabelle nur zu Rang vier reichte. Um nicht erneut das seit Jahren gesetzte Ziel Meisterschaft zu verpassen, wurde dann zum Jahreswechsel Torhüterin Lisa Hemmerle vom Konkurrenten Planegg verpflichtet.

Die intensiven Partien gegen Mannheim haben ihre Spuren im Kader der Indians hinterlassen, so dass Headcoach Waldemar Dietrich unter der Woche nicht der gesamte Kader im Training zur Verfügung stand. „Wir werden erst nach dem Training am Freitag wissen, wer uns am Wochenende zur Verfügung steht“ so Dietrich.

In der Play-Off Finalrunde gibt es „Endless-Overtime“.  Steht es nach regulärer Spielzeit Unentschieden folgt nach einer Eisaufbereitung eine 20-minütige Verlängerung bis ein Tor fällt (Sudden Victory). Sollte auch in der Verlängerung kein Tor fallen, erfolgt eine erneute Verlängerung usw.

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©

 

Livestream:

Samstag https://www.thefan.fm/memmingen/

Sonntag https://sportdeutschland.tv/

 

 

Liveticker: https://www.gamepitch.de/gp/playoffs/?gpLeague=003&divisionId=debfrbuli_final

 

ZUTRITT ZUM STADION

Der Zutritt zum Eisstadion ist nur über die Hauptkasse (Südseite) möglich, geöffnet ist dabei der Eingang bei der ECDC Geschäftsstelle

 

AKTUELLE CORONAREGELN (Stand 18.02.2022)

2G-Regel
Die 2G-Regel besagt, dass der Nachweis einer Impfung oder Genesung vorgezeigt werden muss. Eine Ausnahme davon gilt für minderjährige Schüler, die regelmäßig getestet werden,

Maskenpflicht
Im gesamten Stadion gilt die FFP2-Maskenpflicht, diese kann nur kurzzeitig zum Verzehr von Speisen und Getränken abgenommen werden.

Mit einem 1:0 Sieg und einem 3:2 Erfolg in der Verlängerung über die Mad Dogs Mannheim ziehen die Frauen der Memminger Indians ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Gegner ist der ERC Ingolstadt, die den amtierenden Meister Planegg im anderen Halbfinale aus dem Rennen gekegelt haben. Im Modus Best-of-5 haben die Maustädterinnen am kommenden Samstag zuerst Heimrecht am heimischen Hühnerberg.

Am Samstag begannen die Indians stark und gingen verdient nach gut 10 Minuten durch Sonja Weidenfelder in Führung. Doch nach dem Führungstreffer kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Der Rest des ersten Drittels war dann ein offener Schlagabtausch, aber es blieb bei der knappen Memminger Führung. Nach dem ersten Seitenwechsel tauchte urplötzlich Charlott Schaffrath ganz allein vor dem Mannheimer Kasten auf, scheiterte aber an Jessica Eckert (22. Min).  Die Partie war jetzt ziemlich zerfahren und wurde auch ruppiger. Glück hatten die Mad Dogs dann Mitte des letzten Drittels, als bei vier gegen vier Ronja Hark nur den Pfosten traf. Die letzten Spielminuten gehörten dann den Gastgeberinnen, aber weder ein Überzahlspiel noch die Herausnahme der Torhüterin konnten genutzt werden und so blieb es beim 1:0 Sieg für die Allgäuerinnen.

Sonntag war das Spiel dann wesentlich besser als am Vortag. Nach einer Viertel Stunde die Führung der Allgäuerinnen. Sonja Weidenfelders Schuss von der linken Seite fälschte Kassandra Roache unhaltbar zum 1:0 ab. Doch zu Beginn des zweiten Drittels drehten die Gastgeber die Partie. Brooke Bonsteel glich zum 1:1 aus (22.) und zwei Minuten später markierte Luisa Welcke die 1:2 Führung der Neckarstädter. Indians Kapitänin Daria Gleissner sorgte dann nach einer starken Aktion und einem tollen Schuss ins Kreuzeck für den erneuten Ausgleich (27.). Die Allgäuerinnen hatten anschließend weitere gute Chancen, erneut in Führung zu gehen. Zuerst schoss Sonja Weidenfelder nach einem Alleingang knapp am rechten Pfosten vorbei (36.) und im letzten Drittel traf Charlott Schaffrath nur den Pfosten (45.). So blieb es beim „Lieblingsergebnis“ von 2:2 zwischen den  Mannschaften und es ging zum dritten Mal in der Halbfinalserie in die Verlängerung.

Da hatten die Indians aber offensichtlich keine Lust auf nochmals 20 kraftraubende Minuten. Sonja Weidenfelder gelang bereits nach 49 Sekunden – in Memminger Überzahl - der umjubelte Siegtreffer.

 

Damit ziehen die Indians ins Play-Off Finale ein und treffen ab dem kommenden Wochenende auf den ERC Ingolstadt, der den Vorjahresmeister Planegg mit 3:0 aus dem Rennen geworfen hat. Die ECDC Frauen haben als Vorrundenzweiter dabei zuerst am kommenden Samstag Heimrecht, einen Tag später geht es zu Spiel zwei nach Ingolstadt.

Waldemar Dietrich (ECDC Headcoach):

„Am Samstag war das Spiel recht zerfahren und wir haben nach der Führung den Faden verloren. Unnötige Strafzeiten und leichtsinnige Scheibenverluste ließen kein gutes Spiel aufkommen. Sonntag habe ich ein besseres Spiel von beiden Teams gesehen. Beide Torhüterinnen haben eine ausgesprochen starke Leistung am Wochenende gezeigt.

Mannheim war in der ganzen Halbfinalserie ein laufstarker und kombinationssicherer Gegner, der uns alles abverlangt hat. Wir sind froh dass wir uns gegen einen so starken Gegner am Ende durchsetzen konnten“

 

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©


05.03.22 / 19:45 Mad Dogs Mannheim - ECDC Memmingen Indians 0:1 (0:1/0:0/0:0)

Tore:
0:1 (10:21) Sonja Weidenfelder (Kassadra Roache, Antje Sabautzki)

Strafen:  Mannheim 8 Min – Memmingen 10 Min

Zuschauer: 350

 

06.03.22 / 12:30 Mad Dogs Mannheim - ECDC Memmingen Indians 2:3 OT (0:1/2:1/0:0/1:0)

Tore:
0:1 (14:02) Kassandra Roache (Sonja Weidenfelder, Lena Kartheininger)
1:1 (21:04) Brook Bonsteel (Laura Lundblat, Tara Schmitz)
2:1 (24:15) Luisa Welcke
2:2 (26:22) Daria Gleissner (Lena Kartheininger)
2:3 (60:49) Sonja Weidenfelder PP1

Strafen:  Mannheim 14 Min – Memmingen 10 Min

Zuschauer: 30

Es spielten:  Emma Schweiger (120:00), Saskia Serbest/ Daria Gleissner, Mandy Dibowski, Ronja Hark, Lena Kartheininger, Mariah Hinds, Nadine Schattner, Anna-Lena Niewollik/ Antje Sabautzki, Luisa Bottner, Sonja Weidenfelder, Anne Bartsch, Marina Swikull, Katharina Häckelsmiller, Kassandra Roache, Charlott Schaffrath, Anna Rose

 

 

Nach den ersten beiden Spielen im Play-Off Halbfinale steht es zwischen den Memminger Indians und den Mad Dogs aus Mannheim 1:1. „Es geht bei Null wieder los“ so ECDC Headcoach Waldemar Dietrich. Am vergangenen Wochenende trafen beide Teams zu Spiel eins und zwei am Memminger Hühnerberg aufeinander. Die Allgäuerinnen fuhren am Samstag einen 3:2 Sieg nach Penaltyschießen ein, unterlagen dann am Sonntag mit 2:3 nach Verlängerung. „Am Sonntag hatten wir es in der regulären Spielzeit versäumt, den Siegtreffer zu markieren“ fand Dietrich. Mit drei Pfostentreffern stand den Indians das Glück freilich nicht gerade zur Seite. Beide Spiele gingen über 80 bzw. 77 kraftraubenden Spielminuten.

Zu Beginn der Trainingswoche war daher Regeneration bei den Maustädterinnen angesagt, einige Aktive bekamen eine Pause verordnet. Richtiger Hochbetrieb herrschte dagegen bei der medizinischen Abteilung, der Mannschaftsarzt und die Physiotherapeuten hatten alle Hände voll zu tun. „Wir haben gut trainiert, die Mädels sind alle heiß auf das Wochenende“ berichtet ECDC Kapitänin Daria Gleissner aus der Mannschaftskabine.

Die Spiele in der Mannheimer SAP Arena beginnen am Samstag um 19:45 Uhr und am Sonntag um 12:30 Uhr. Sollte eine Mannschaft beide Wochenend-Spiele gewinnen, zieht diese ins Play-Off Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. Steht es am Sonntag 2:2 nach Spielen, findet die entscheidende fünfte Partie am kommenden Mittwoch um 20 Uhr am Memminger Hühnerberg statt.  Im anderen Halbfinale gewann der Vorrundenvierte Ingolstadt mit 1:0 bzw. 3:2 gegen Meister Planegg und hat jetzt alle Trümpfe in der Hand, um ins Finale einzuziehen.

Fotoquelle: Alwin Zwibel (C)

Livestream:
https://www.eishockey-online.com/index.php/mehr-eishockey/livestream-frauen-eishockey-bundesliga

Liveticker:

https://www.gamepitch.de/gp/playoffs/?gpLeague=003&divisionId=debfrbuli_final

Zwei unglaublich spannende Play-Off Halbfinalspiele sahen die Zuschauer am Wochenende am Memminger Hühnerberg. Dabei setzten sich die Indians am Samstag nach 80 Spielminuten erst im nachfolgenden Penaltyschießen mit 3:2 durch. Am Sonntag revanchierten sich die Gäste vom Neckar mit 2:3. Der Siegtreffer fiel in der 17. Spielminute der Verlängerung.

Die Indians waren in der Hauptrunde erst am letzten Spieltag mit den „Mad Dogs“ Mannheim gleichgezogen (je 40 Punkte). Aufgrund des besseren direkten Vergleichs (drei Siege, eine Niederlage) schlossen die Memmingerinnen auf Rang zwei ab und hatten in den ersten beiden Play-Off Spielen Heimrecht. Genauso eng wie in der regulären Saison verliefen dann auch die beiden ersten Play-Off Partien.

Bei den Indians standen 16 Feldspielerinnen zur Verfügung, es fehlte wie befürchtet Laura Kluge. Mannheim trat mit vier kompletten Reihen am Memminger Hühnerberg an. Beide Teams waren von Beginn an bemüht, Fehler zu vermeiden und erste große Chancen gab es Mitte des ersten Drittels. Einen Schlagschuss konnte Jessica Ekrt parieren (11.Min), wenig später stand der österreichischen Nationaltorhüterinnen im Dress der Mag Dogs bei einem Schuss von Daria Gleissner der Pfosten rettend zur Seite. Auch aus den ersten beiden Strafzeiten konnten weder Memmingen noch Mannheim Nutzen ziehen, so dass es torlos in die erste Pause ging.

Nach dem ersten Seitenwechsel ging es dann Hin und Her. Eine Hinausstellung gegen die Indians brachte schließlich die erstmalige Mannheimer Führung. Eine Sekunde vor Ende der Strafzeit drückte Lola Lang die Scheibe über die Memminger Torlinie (25. Min). Die Strafzeiten häuften sich jetzt, doch beide Teams konnten daraus zunächst kein Kapital schlagen. Gegen Mitte der Partie der Ausgleich für die Maustäterinnen. Mannheim hatte gerade eine Unterzahl überstanden, als Charlott Schaffrath und Antje Sabautzki vom Bully weg Luisa Bottner bedienten, die sich freispielen konnte und die Scheibe im Mad Dogs-Gehäuse zum 1:1 versenkte (32.). Vom Ausgleich motiviert folgte eine Drangphase der Allgäuerinnen und im folgenden Powerplay hatten die Gäste Glück, nicht in Rückstand zu geraten.

Der nächsten Treffer fiel dann erneut für die Gäste. ECDC Torhüterin Emma Schweiger hielt die Scheibe fest, wurde aber vom Unparteiischen zum Weiterspielen ermahnt. Die Verunsicherung in dieser Situation erkannte Lilli Welcke am schnellsten, fing den Pass einer Memminger Verteidigerin ab und bediente ihre Schwester Luisa die zum 1:2 verwandelte (36.). Knapp drei Minuten später war Marina Swikull in Überzahl zur Stelle und glich für die Indians zum 2:2 aus. In der Schlussminute des zweiten Abschnitts tankte sich dann Lena Kartheininger durch und scheiterte denkbar knapp an Jessica Ekrt.

Mitte des dritten Drittels drückten die Maustädterinnen energisch auf das Führungstor und Mannheim konnte nur selten Gegenangriffe fahren. Wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hatte erneut Lena Kartheininger die Chance zum Führungstreffer, doch es bleib beim Unentschieden.

So ging es in die 20-minütige Verlängerung. Keine Mannschaft wollte einen Fehler machen und die erste Chance hatte ECDC Verteidigerin Mandy Dibowski nach drei Minuten. Es war ein ziemlicher Nervenkrimi, den die Indians durch drei Strafzeiten auf die Spitze trieben. Als wenige Minuten vor Ende der Overtime eine Memmingerin auf der Strafbank saß, war es mehrfach Emma Schweiger, die das „Golden Goal“ der Mad Dogs verhindern konnte.

Nach 80 tollen Eishockeyminuten gipfelte das Ganze im entscheidenden Penaltyschießen.

Die Indians begannen mit Kassandra Roache die Jessica Ekrt ausspielte. Im Gegenzug war Laura Lundblad für die Mad Dogs mit einem Schuss ins kurze Eck erfolgreich. Während Sonja Weidenfelder (ECDC) und Luisa Welcke (Mad Dogs) scheiterten, konnte Indians Kapitänin Daria Gleissner Jessica Ekrt erneut überwinden. Nachdem Emma Schweiger Lola Liangs Versuch für die Gäste abwehren konnte, standen die Indians als Siegerinnen fest.


Am Sonntag ging es gleich voll zur Sache. Bereits nach zwei Minuten nutzte Indians Stürmerin Charlott Schaffrath eine unübersichtliche Situation vor dem Kasten Jessica Ekrt zur 1:0 Führung der Gastgeber. Drei Minuten später musste dann auch ECDC Torhüterin Emma Schweiger zum ersten Mal hinter sich greifen.  Lilli Welcke drückte einen Abpraller ins Memminger Tor. Die Partie verlief ausgeglichen bis zwei Minuten vor der ersten Pause. Lisa Heinz wurde per Steilpass bedient und überwand Emma Schweiger zur Mannheimer Führung.

Mitte des zweiten Abschnitts konnten sich die Memmingerinnen im Drittel der Gäste festsetzen. Nachdem zuerst Anna Rose ganz knapp gescheitert war, packte Indians Verteidigerin Mariah Hinds den Hammer aus und drosch die Scheibe in die Maschen des Mannheimer Kastens (30.). Pech hatte Sonja Weidenfelder, deren Rückhandschuss wenige Minuten später nur am Pfosten landete. Mit dem 2:2 Unentschieden wurden dann erneut die Seiten gewechselt.

Nach der zweiten Pause gab es für beide Teams Chancen zum Führungstreffer und die Spielanteile wechselten hin und her. Aber Treffer wollten in der regulären Spielzeit nicht mehr fallen.

So ging es wie schon am Vortag in die Verlängerung. Die ersten zwölf Minuten verliefen noch recht ausgeglichen, dann setzten sich die Gäste immer mehr im Memminger Drittel fest und die Indians hatten alle Hände voll zu tun, den entscheidenden Treffer zu vermeiden.  Gerade als sich die Memmingerinnen einmal vor dem Mannheimer Tor eingenistet hatten, fing Lilli Welcke einen Pass ab und schickte ihre Schwester Luisa auf die Reise. Gegen ihren platzierten Schuss hatte Emma Schweiger keine Chance und die Mannheimerinnen sicherten sich Spiel Zwei in der Halbfinalserie (77. Min).

Damit steht es 1:1 im Modus „Best-of-five“. Am kommenden Wochenende findet Spiel drei und vier in Mannheim statt. Anspiel am Samstag ist um 19.45 Uhr, am Sonntag um 12.30 Uhr.

 

Stimme zum Spiel

Waldemar Dietrich Headcoach: „Es waren sehr intensive und spannende Spiele. Die Torhüterinnen zeigten auf beiden Seiten starken Leistungen. Im Penaltyschießen zu gewinnen ist immer auch etwas Glückssache, aber aufgrund des Chancenplus war unser Sieg am Samstag durchaus verdient. Am Sonntag hatten wir die Dinge, die wir vorher angesprochen hatten, nicht umsetzen können und so zwei Gegentore bekommen. Jetzt steht es 1:1 in der Serie was auch gerecht ist, weil Mannheim gerade in der Endphase der Overtime sehr viel Druck gemacht hat. Wir fahren jetzt nach Mannheim und es fängt wieder bei Null an“

 

Fotoquelle: Alwin Zwibel ©


26.02.22 / 16:45 ECDC Memmingen Indians – Mad Dogs Mannheim 3:2 SO (0:0/2:2/0:0/0:0/1:0)

Tore:
0:1 (24:01) Lola Liang (Lilli Welcke, Lea Welcke) PP!
1:1 (31:21) Luisa Bottner (Antje Sabautzki, Charlott Schaffrath)
1:2 (35:29) Luisa Welcke (Lilli Welcke)
2:2 (36:10) Marina Swikull (Katharina Häckelsmiller)
3:2 (80:00) Daria Gleissner PS

Strafen:  Memmingen 14 Min – Mannheim 12 Min

Zuschauer: 324

Es spielten:  Emma Schweiger (80:00), Julia Becker/ Daria Gleissner, Mandy Dibowski, Ronja Hark, Lena Kartheininger, Mariah Hinds, Nadine Schattner, Anna-Lena Niewollik/ Antje Sabautzki, Luisa Bottner, Sonja Weidenfelder, Anne Bartsch, Marina Swikull, Katharina Häckelsmiller, Kassandra Roache, Charlott Schaffrath, Anna Rose

 

 

27.02.22 / 11:45 ECDC Memmingen Indians – Mad Dogs Mannheim 2:3 OT (1:2/1:0/0:0/0:1)

Tore:
1:0 (02:01) Charlott Schaffrath (Antje Sabautzki, Luisa Bottner)
1:1 (04:58) Lilli Welcke (13 Luisa Welcke)
1:2 (18:30) Lisa Heinz (Laura Lundblad)
2:2 (29:18) Mariah Hinds (Charlott Schaffrath, Antje Sabautzki)
2:3 (76:52) Luisa Welcke

Strafen:  Memmingen 6 Min – Mannheim 4 Min

Zuschauer: 230

Es spielten:  Emma Schweiger (76:52), Julia Becker/ Daria Gleissner, Mandy Dibowski, Ronja Hark, Lena Kartheininger, Mariah Hinds, Nadine Schattner, Anna-Lena Niewollik/ Antje Sabautzki, Luisa Bottner, Sonja Weidenfelder, Anne Bartsch, Marina Swikull, Katharina Häckelsmiller, Kassandra Roache, Charlott Schaffrath, Anna Rose

Copyright 2018 ECDC Frauen
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram