Genau eine Woche vor dem Auftakt in die neue DFEL-Spielzeit dürfen sich die Eishockeyfrauen des ECDC Memmingen über eine gelungene Generalprobe freuen. Im Aufeinandertreffen der Landesmeister bezwangen die Indians den EV Zug aus der Schweiz mit 1:0 in der Verlängerung. Matchwinner waren Neuzugang Christina Walker mit dem Siegtreffer in der 61. Minute und Memmingens Torhüterin Chiara Schultes, die eine überragende Partie lieferte.

Mit dem EV-Zug empfingen die ECDC-Frauen am Samstagabend eines der besten Teams Europas in der KUTTER-Arena. Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten. Bei den Indians fehlten unter anderem Daria Gleissner und Charlott Schaffrath, aber auch Zug musste auf wichtige Stützen wie Top-Verteidigerin Annika Fazokas verzichten.

Es dauerte ein paar Minuten, bis die Allgäuerinnen sich vom Angriffsdruck der Gäste befreien konnten. Dann entwickelte sich ein schnelles Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams ihre Chancen hatten. Endstation waren gut eingestellte Defensivreihen der beiden Teams sowie Torfrau Yara Keller bei den Gästen bzw. Chiara Schultes bei den Allgäuerinnen.

Auch im zweiten Drittel mussten sich die Indians in den Anfangsminuten vom enormen Angriffsdruck der Schweizerinnen befreien, erst danach konnten sie auch selbst wieder Akzente setzen. Es blieb aber dabei: Wenn Schüsse auf das Tor durchkamen, waren entweder die starken Torfrauen zur Stelle oder das Torgestänge verhinderte einen Treffer.

Kurz vor Ende der 60 Spielminuten gab es dann eine 2-Minuten-Strafe gegen eine Gästespielerin, die bis in die folgende Overtime Auswirkungen hatte. Im Vier-gegen-drei-Powerplay war es ECDC-Neuzugang aus Kanada, Christina Walker, die zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe den umjubelten Siegtreffer markieren konnte.

Am kommenden Wochenende startet die DFEL in die neue Spielzeit. Das Eröffnungsspiel bestreiten die Memmingerinnen am Samstag um 17:15 Uhr gegen die Mad Dogs Mannheim.

Jim Nagle (ECDC Headcoach): „Das war heute ein Spiel zwischen zwei Top-Teams im europäischen Fraueneishockey. Zug setzte uns zeitweise unter Druck, aber unser Team blieb geduldig, kämpfte hart und Chiara war immer zur Stelle, wenn wir sie brauchten. Wir hatten ein paar tolle Trainingswochen und freuen uns jetzt darauf, nächstes Wochenende in Memmingen in die Saison zu starten.“

Peter Gemsjäger (sportlicher Leiter Frauen): „Die Spiele gegen den EV Zug sind immer ein sportliches Highlight für uns. Jetzt konzentrieren wir uns auf das kommende Wochenende und wollen die positiven Eindrücke aus diesem Spiel mit in die neue Meisterschaftssaison nehmen.“

­­ECDC Memmingen – EV Zug 1:0 (0:0/0:0/0:0/1:0)

Tore:

1:0 (60:46) Walker Christina (Hark Ronja, Schiefer Jule) PP+1

Strafen:

ECDC Memmingen 6 Min – EV Zug 8 Min

Zuschauer: 80

Fotos: Jonas Strauss ©

Im ersten Vorbereitungsspiel der Saison 2026/27 unterlagen die ECDC Memmingen Frauen gegen den Schweizer Erstligisten HC Davos knapp mit 2:3 (0:0/2:1/0:2). Zweifache Torschützin bei den Indians war Jule Schiefer.

Ein dreitägiges Trainingslager lag hinter den Memminger Eishockeyfrauen. Zum Abschluss trafen sie am Sonntagmittag auf die HC Davos Ladies. Mit an Bord hatten die Allgäuerinnen alle Neuzugänge, es fehlten hingegen Daria Gleißner, Charlott Schaffrath und Kristin Schmid.

Im Aufgebot der Maustädterinnen standen sechs Debütantinnen: Emilia Leskovjanska, Christina Walker, Simone Bednarik, Holly Abela, Rachel Weiss sowie ECDC-Eigengewächs Diana Musa.

Beide Teams gingen ein hohes Tempo und es entwickelte sich ein sehr attraktives Spiel. Memmingen hatte in den ersten 20 Minuten leichte Vorteile, doch beide Torfrauen – Chaira Schultes bei den Gastgeberinnen als auch Jessica Streicher bei den Schweizerinnen – ließen sich nicht überwinden.

Das sollte sich dann erst Mitte der Partie ändern. Binnen zwei Minuten traf Jule Schiefer doppelt und brachte die ECDC-Frauen in Front. Mittlerweile hatten das Trainergespann Jim Nagle / Ty Morris die Torfrau gewechselt und die 17-jährige Lina Kleinheinz übernahm für Chiara Schultes.

Mit laufender Spielzeit war den Memmingerinnen jetzt das anstrengende Trainingslager anzumerken und die Gäste kamen immer besser zum Zug. Noch im Mittelabschnitt verkürzte Anna Neuenschwandner für Davos auf 2:1.

Eine Überzahl zu Beginn des letzten Drittels brachte dann den Ausgleich für die Schweizerinnen durch Klara Seroiszkova. Als sich beide Teams schon gedanklich auf eine Verlängerung vorbereitet hatten, gelang den Graubündnerinnen dann doch noch der Siegtreffer zum 2:3-Endstand aus Memminger Sicht. Kaitlin Jockims war gut zwei Minuten vor der Schlusssirene erfolgreich.

ECDC Jim Nagle war keineswegs enttäuscht von der Niederlage: „Wir haben einen richtig guten Gegner gespielt. Ich habe viele gute Dinge in unserem Spiel gesehen, auf die wir jetzt aufbauen werden.“

Im zweiten und zugleich letzten Vorbereitungsspiel empfangen die ECDC-Frauen am Samstagabend um 18 Uhr den Schweizer Meister EV Zug in der KUTTER-Arena

 

Fotos: Jonas Strauss ©

 

Mit der Deutsch-Kanadierin Rachel Weiss erfüllten sich die Verantwortlichen der Memmingen Indians einen lang gehegten Transferwunsch. Die 25-jährige Angreiferin ist in kanadischen Calgary geboren und hat mit der U18 Nationalmannschaft ihres Geburtslandes bei der U18-Weltmeisterschaft 2019 die Goldmedaille gewonnen. Nach drei Jahren bei der Penn State University zog es sie 2022 ins Providence College und wurde dort Mannschaftskollegin von Deutschlands Nationaltorhüterin Sandra Abstreiter. In ihrem Abschlussjahr war Rachel Kapitänin ihrer Mannschaft. Insgesamt brachte sie es in 156 Spielen in der NCAA Div. I auf 29 Treffer und 44 Assists. Danach wechselte sie in die SDHL nach Schweden und spielte die letzten beiden Jahre für HV71.

Rachel Weiss: „Ich freue mich riesig darauf, nach Memmingen zu kommen und dieses neue Kapitel in Deutschland aufzuschlagen. Ich kann es kaum erwarten, das Team kennenzulernen, gemeinsam ins Training einzusteigen und mit dem Verein auf eine erfolgreiche Saison hinzuarbeiten!“

Photo: Mattias Landström

Peter Gemsjäger, sportlicher Leiter: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass Rachel nach Memmingen kommt. Wir sind schon über zwei Jahre in Kontakt mit ihr und nachdem es vor einigen Wochen mit der deutschen Staatsbürgerschaft geklappt hat, ging alles ganz schnell. Zudem haben wir mit Spielerinnen von  Providence nur gute Erfahrungen gemacht. Kate Smith und Erin Normore kamen von dort und waren vier bzw. drei Jahre bei uns im Einsatz“.

Jim Nagle, ECDC Coach: „Ich bin überzeugt, dass Rachel eine Führungsspielerin bei uns werden wird.“

Die Frauen der Memmingen Indians besetzen ihr letzte freie Kontingentstelle mit der 23-jährigen Kanadierin Christina Walker. Die in Burlington, Ontario, aufgewachsene Rechtschützin spielte zuletzt vier Jahre für die Universität von Connecticut in der amerikanischen Hockey East Liga und erzielte in 146 Spielen 42 Punkte (12 Tore/30 Assists).

Beide Indians-Trainer, Jim Nagle und Ty Morris, haben sich intensiv mit der Stürmerin beschäftigt und sich für ihre Verpflichtung ausgesprochen. Ty Morris: „Christina hat schnelle Hände, zeigt viel Verständnis für den Spielfluss, kann antizipieren und spielt gute Pässe. Sie ist eine starke Zwei-Wege-Spielerin, die wir flexibel einsetzen können.“

Christina Walker: „Ich freue mich sehr, in der kommenden Saison für die ECDC Memmingen Indians zu spielen, und kann es kaum erwarten, das Trikot überzustreifen und bald loszulegen“,

Walker wird, ebenso wie die anderen Kontingentspielerinnen, Mitte August in Memmingen erwartet. Trainingsauftakt in der KUTTER-Arena ist am Samstag, den 15.August.

Foto: @dtflicks18 Photo by Danny Toothaker

Die zweite EU-Kontingentstelle besetzen die Indians-Frauen mit der 22-jährigen Simone Bednarik. Sie ist in Illinois, USA, geboren und besitzt neben der amerikanischen auch die slowakische Staatsbürgerschaft.

Vier Jahre spielte sie in der amerikanischen NCAA DIII, und erzielte in 93 Spielen 21 Tore und 41 Assists für SUNY Oswego (New York). In der Saison 25/26 war sie bei HK Bratislava und Popradske Lisky unter Vertrag und kam in 33 Spielen auf 18 Treffer und 20 Vorlagen. Beim letztjährigen Vorrundenturnier im EWHL-Eurocup traf sie mit Bratislava in Memmingen auf die Indians. Bednarik erzielt dabei einen Treffer in der regulären Spielzeit und erzielte im Penaltyschießen den 4:3-Siegtreffer für Bratislava.

Seit 2020 gehört Simone Benarik auch der Frauen-Nationalmannschaft der Slowakei an und kam bislang auf 33 Länderspiele.

Auch die NHL erwähnt die 22-jährige Angreiferin auf ihrer Homepage. Zum Hintergrund: ihr jüngerer Bruder Kamil, U20-Nationalspieler der USA,  wurde im Jahr 2024 von den New York Islanders in der Runde zwei gedraftet. Dort erzählt er über seine Schwester Simone: „Ich habe in meiner Jugend oft mit ihr trainiert und mich hat ihre Vielseitigkeit zu meinem eigenen ‚Two-Way‘-Spielstil inspiriert.“ Er beschreibt sie als ein „Schweizer Taschenmesser“, das auf dem Eis ein bisschen etwas von allem kann.

Simone Bednarik: „Ich bin begeistert, zu den ECDC-Frauen zu stoßen, und kann es kaum erwarten, loszulegen. Ich freue mich auf eine großartige Saison mit einem erfolgreichen Team.“

Jim Nagle (ECDC Coach) „Simone ist eine solide Spielerin, die wir in allen Situationen und in allen Reihen einsetzen können.“

Fotoquelle: Bednarik

Mit Diana Musa und Amelie Neudert bekommen zwei Nachwuchsspielerinnen aus dem U17-Team der Memmingen Indians einen Kaderplatz in der Frauen-Bundesligamannschaft des ECDC.

Diana Musa (15 Jahre) war in der abgelaufenen Saison eine der besten Torjägerinnen im U15-Team der Indians und kam in 14 Spielen auf 34 Punkte. Im Einsatz war sie auch beim U16-Europacup im April und steuerte in 3 Spielen 6 Punkte für das DEB-Nachwuchsteam bei.

Verteidigerin Amelie Neudert (16 Jahre) spielte zuletzt in der U17-Bayernligamannschaft und beim U15-Team des ECDC. Sie nahm, ebenso wie Diana Musa, schon in der Saison 2025/26 regelmäßig am Training der Frauenmannschaft teil.

Beide Spielerinnen sind im Juli erstmals zum DEB Lehrgang der U18-Frauennationalmannschaft nach Füssen eingeladen.

Diana Musa: „Ich freue mich riesig auf die neue Saison mit den Frauen des ECDC Memmingen. Ich kann es kaum erwarten, neue Herausforderungen anzunehmen und mich sportlich wie persönlich weiterzuentwickeln“

Amelie Neudert: „Ich freu mich sehr, zu den Frauen in Memmingen zu kommen und Teil der Mannschaft zu sein. Für die Möglichkeit bin ich sehr dankbar und freue mich auf die gemeinsamen Momente mit dem Team.“

ECDC-Coach Jim Nagle: „Wir möchten mit Beiden jetzt den nächsten Schritt gehen und sie bekommen einen Platz in unserem Kader. Der Schwerpunkt wird sicher noch in den Nachwuchsteams liegen, aber wir wollen sie weiterentwickeln und an das Bundesliganiveau heranführen.“

Peter Gemsjäger, sportlicher Leiter Fraueneishockey: „Wir versuchen jedes Jahr, eigene Spielerinnen in den Kader der Frauen zu integrieren. Spielerinnen wie Charlott Schaffrath, Anna Rose, Vicky Butuzov oder auch Caylee Nagle haben so eine durchaus beachtliche Entwicklung genommen.“

 

Mit der Kanadierin Holly Abela (21 Jahre) und der Slowakin Emilia Leskovjanska (22 Jahre) vermelden die Frauen der Memmingen Indians die ersten beiden Neuzugänge für die kommende Saison.

Holly Abela stammt aus Brampton, Ontario. Sie spielte zuletzt 4 Jahre für die Northeastern University in Boston, USA, eine der stärksten Mannschaften in der nordamerikanischen NCAA Division I. In 146 Spielen erzielte sie 10 Tore und 14 Assists. Dazu gewann sie 2021/22 mit der kanadischen U18-Nationalmannschaft Gold bei der U18-WM in Wisconsin (USA).

Ihre besonderen Stärken auf dem Eis liegen in ihrer Lauftechnik und ihrem Spielverständnis. Ihr letztjähriger Trainer, Dave Flint, meint: „Sie war meine konstanteste Spielerin mit einer enormen Liebe zum Detail. Auch menschlich ist Holly eine großartige Persönlichkeit und Teamkollegin“.

Holly Abela: „Ich freue mich riesig, in der kommenden Saison zum ECDC zu stoßen. Ich kann es kaum erwarten, loszulegen, und freue mich auf dieses neue Kapitel!“

ECDC-Coach Jim Nagle: „Ich bin überzeugt, dass Holly gut in unser Team passt, und freue mich, eine junge talentierte Stürmerin für uns gewonnen zu haben“.

Foto: Jim Pierce

Emilia Leskovjanska war zuletzt in ihrem Heimatland für HK Bratislava und Propradske Lisky im Einsatz und ist vielseitig einsetzbar. Sie gehört seit Jahren zum Stammpersonal der slowakischen Nationalmannschaft und hat dort in 47 Spielen 19 Treffer und 29 Assist erzielt.

„Wir haben Emilia im Sturm eingeplant, sie kann aber auch in der Abwehr eingesetzt werden“ freut sich ECDC-Coach Jim Nagle auf den Neuzugang.

Emilia Leskovjanska: „Ich freue mich sehr darauf, kommende Saison für Memmingen spielen zu können. Ich bin gespannt auf neue Erfahrungen und darauf, neue Leute kennenzulernen.“

Foto: City-Press GmbH Bildagentur

Nach der siebten Deutschen Meisterschaft kommt es zu einem personellen Umbruch bei den Frauen der Memmingen Indians. Insgesamt acht Spielerinnen beenden ihre Karriere oder verlassen die Maustädterinnen.

Nach 18 Jahren und 499 Spielen beendet die DFEL-Rekordspielerin Antje Sabautzki ihre Karriere. Sie war an allen sieben deutschen Meisterschaften sowie an beiden Erfolgen im EWHL-Supercup beteiligt.

Antje Sabautzki: „Mit dem Ende meiner Karriere blicke ich auf 18 intensive Jahre im Eishockey zurück. Es gab viele unvergessliche Momente und ich bin dankbar für jede einzelne Erfahrung. Aus Teamkolleginnen sind echte Freundinnen fürs Leben geworden. Diese Zeit hat mich als Spielerin und als Mensch geprägt und wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.“

Antje Sabautzki (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ebenfalls ihre Karriere beendet Anne Bartsch. Sie wird aber in anderer Funktion das Team unterstützen. Vor sechs Jahren aus Berlin ins Allgäu gekommen, hat sie vier Meisterschaften mit den ECDC-Frauen geholt.

Anne Bartsch: „In den letzten sechs Jahren durfte ich nicht nur als Athletin, sondern auch als Mensch wachsen. Ich blicke auf unzählige schöne Momente, einige Herausforderungen und letztendlich große Erfolge, die ich mit dem Team erleben durfte. Ich bin unglaublich dankbar für jeden Teil des Vereins, aber in erster Linie für jede Mitspielerin, die mich bis zu meinem jetzigen Karriereende begleitet hat. Diese Erinnerung wird für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben.“

Anne Bartsch (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Den nächsten Schritt in ihrer Karriere plant Anna Rose, ein Memminger Eigengewächs. Nach drei deutschen Meisterschaften erfüllt sich die junge Stürmerin ihren Traum und wird in die USA gehen, um am College (Franklin Pierce / NCAA D1) zu studieren. In 111 Spielen für die Indians kommt Anna auf 55 Scorerpunkte.

Anna Rose: „Ich bin sehr dankbar für meine Zeit in Memmingen und für die Chance, mich jedes Jahr weiterentwickeln zu können, egal ob Off- oder On-Ice Ich habe viel gelernt und viele tolle Erinnerungen gesammelt. Es war immer schön, für meine Heimatstadt zu spielen.“

Anne Rose  (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Eine große Lücke bei den Indians wird auch Theresa Knutson hinterlassen, die es nach drei Meisterschaften mit Memmingen zurück in ihre Heimat USA zieht.  Sie war wesentlich an drei Deutschen Meisterschaften beteiligt und wurde Topscorerin der aktuellen Saison (23 Tore und 18 Assists).

Theresa Knutson „Es war eine Ehre für mich, drei Spielzeiten in Memmingen verbringen zu dürfen. Die Chance zu erhalten, gemeinsam mit großartigen Athleten – und noch besseren Menschen – Eishockey zu spielen, hat jede Meistersaison noch schöner gemacht! Der Trainerstab und das Management waren schlichtweg außergewöhnlich, und ich kann es kaum erwarten, Memmingen auch weiterhin an der Spitze zu sehen.“

Theresa Knutson  (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nach drei erfolgreichen Spielzeiten wird auch Nara Elia zurück in ihre Heimat nach Kanada gehen. Sie kann vor den Playoffs 23/24 aus Schweden in die Maustadt und durfte sich gleich über die erste Meisterschaft freuen. Es folgten zwei weitere Titel und die 27-Jährige erzielte 52 Treffer und 43 Assists für die Indians.

Nara Elia: „Ich möchte Memmingen für drei unvergessliche Meisterschaften danken. Die Gemeinschaft, die Mitarbeiter und die Spieler haben mir Memmingen während meiner Zeit dort wie ein zweites Zuhause fühlen lassen. Ich werde die Stadt und die Menschen vermissen und wünsche allen viel Erfolg in der Zukunft auf und neben dem Eis.“

Nara Elia. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Nach einer erfolgreichen Saison müssen sich die Indians auch von Julia Matejkova verabschieden. Nach insgesamt fünf Jahren im Ausland zieht es die 24-jährige Slowakin zurück in ihre Heimat. Die Stürmerin kam auf 11 Tore und 22 Assists in 30 Spielen und war Playoff-Topscorerin.

Julia Matejkova: „Ich bin sehr dankbar, dass ich das Privileg hatte, in einem so großartigen Team zu spielen. Ich habe meine Zeit in Memmingen wirklich genossen und werde all die schönen Erinnerungen mit mir tragen.“

Julia Matejkova (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Die Indians verlassen wird Hanna Weichenhain. Die 17-jährige Nationalverteidigerin stand seit der Saison 2023/24 im Kader der Indians und hat 40 Spiele absolviert. Sie wird sich auf persönlichen Wunsch einem anderen Team der Liga anschließen.

Hanna Weichenhain: „Ich bin sehr dankbar, die Möglichkeit gehabt zu haben, mich in Memmingen weiterzuentwickeln. Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, bin jetzt aber bereit für den nächsten Schritt meiner Reise.“

Hanna Weichenhain (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Auch die 16-jährige Victoria Butuzov wird den Indians in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Die gesamte Familie zieht in die Schweiz und Victoria wird künftig für den Schweizer Vizemeister SC Bern auflaufen.

Victoria Butuzov: „Ich bedanke mich für die tolle Zeit in Memmingen. Ich konnte vieles lernen und werde das mit nach Bern nehmen und dort versuchen, mich weiterzuentwickeln.“

Victoria Butuzov (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Jim Nagle, ECDC Frauen Headcoach: „Wir haben acht großartige Spieler und Persönlichkeiten verloren. Unser Team wird nun ein neues Gesicht bekommen und viele andere Spieler die Chance erhalten, die siegreiche Tradition in Memmingen fortzuführen.“

Peter Gemsjäger, sportlicher Leiter der ECDC-Frauen:

„Wir bedanken uns bei allen Spielerinnen, die uns jetzt verlassen, ganz herzlich für deren Einsatz und Engagement. Jede hatte ihren Anteil an unseren großen Erfolgen in den letzten Jahren. Für uns ist das ein außergewöhnlicher Umbruch und zugleich eine große Herausforderung bei der Kaderplanung für die neue Spielzeit.“

 

Mit der siebten Deutschen Meisterschaft – der vierten in Folge – krönten die Frauen des ECDC Memmingen die Spielzeit 2025/26. Nachdem die Memmingerinnen ihre ersten beiden Finalspiele bei den Eisbären Juniors Berlin in der Vorwoche mit 6:1 und 3:0 gewinnen konnten, genügte am Samstagabend ein 4:2-Heimerfolg zur erneuten Titelverteidigung. Knapp 2700 begeisterte Zuschauer in der ALPHA-Cooling-Arena am Memminger Hühnerberg sorgten dabei für eine würdige Kulisse.

Mit zwei Siegen in Berlin (3:0 und 6:1) beim Auftaktwochenende des Play-off-Finales hatten sich die Allgäuerinnen eine optimale Ausgangslage für das „Finale Dahoam“ geschaffen. Den erforderlichen dritten Erfolg in der „Best-of-5“-Serie legten sie bereits am Samstagabend mit einem 4:2 (1:1/2:1/1:0) nach.

Die Eisbärinnen boten dem Favoriten aus Memmingen einen intensiven Kampf. Nara Elia (9.) traf zunächst für die Maustädterinnen, bis Mitte der Partie ging allerdings Berlin nach Treffern von Franziska Feldmeier (14.) und Mathilda Heine (31.) in Führung. Noch im zweiten Abschnitt antworteten die Allgäuerinnen mit einem Doppelschlag von Theresa Knutson (36.) und Jule Schiefer (40.). Auch im Schlussabschnitt blieb es spannend, ehe erneut Knutson (54.) mit ihrem zweiten Tor alles klarmachte. Nach der Schlusssirene stürmten alle Indians-Frauen zu ihrer Torfrau Chiara Schultes und feierten entsprechend ausgelassen.

„JB Sportmanagement Topscorerin“ mit insgesamt 34 Scorerpunkten, davon 19 Toren und 15 Assists wurde Theresa Knutson von den ECDC Memmingen Indians.  Memmingens Verteidigerin Ronja Hark wurde vom Expertengremium als wertvollste Spielerin der diesjährigen Play-offs ausgezeichnet.

Daneben glänzte aber auch ECDC-Torfrau Chiara Schultes, die in den sechs Playoff-Spielen nur fünfmal hinter sich greifen musste und auf eine beeindruckende Fangquote von 96,5 % kam.

Anschließend folgte die offizielle Meisterehrung, durchgeführt durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB), mit Goldmedaillen und dem riesigen Pokal.

Cheftrainer Jim Nagle meinte nach der Partie: „Es war Berlins stärkstes Spiel in der Finalserie gegen uns und sie haben uns alles abverlangt. Aber wieder hat unser Team einen Weg gefunden, zum richtigen Zeitpunkt die Tore zu machen. Am Ende haben wir die Serie dann auch verdient gewonnen.“

ECDC-Kapitänin Daria Gleißner freute sich: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Auch bei dieser Finalserie hat sich gezeigt, dass wir hier richtig gutes Eishockey spielen und wir eine starke Mannschaft sind. Deshalb sind wir richtig happy, wieder den Titel geholt zu haben, und freuen uns jetzt alle auf die Meisterfeier.“

Peter Gemsjäger, sportlicher Leiter der ECDC-Frauen: „Das Vorurteil, dass niemand Fraueneishockey sehen möchte, haben wir jetzt schon mehrfach widerlegt. Vom Interesse und der Stimmung her war es nochmals eine Steigerung zum Vorjahr und unsere Freude über den Titelgewinn entsprechend nochmals größer.“

 

Fotos: Henar Gomez ©

 

28.03.26 / 18:00 ECDC Memmingen Indians - Eisbären Berlin Juniors 4:2 (1:1/2:1/1:0)

Tore:

1:0 (08:50) Nara Elia (Antje Sabautzki, Anne Bartsch)

1:1 (13:16) Franziska Feldmeier

1:2 (30:15) Mathilda Heine (Franziska Feldmeier, Celina Haider)

2:2 (35:10) Theresa Knutson (Julia Metejkova, Anna Rose)

3:2 (39:20) Jule Schiefer (Nara Elia, Julia Matejkov)

4:2 (53:18) Theresa Knutson (Carina Strobel, Julia Matejkova) PP1

 

Strafen: Berlin 4 Min, Memmingen 4 Min

Zuschauer: 2679

Nach zwei Auswärtserfolgen in den ersten beiden Playoff Finalspielen bei den Eisbären Berlin (3:0 bzw.6:1) haben die Frauen des ECDC Memmingen nun drei Mal „Matchpuck“ zur Titelverteidigung. Spiel 3 in der Serie „Best-of-5“ findet am Samstag, den 28.3.2026 um 18 Uhr statt. Falls da noch keine Entscheidung gefallen ist, kommt es am darauffolgenden Sonntag, den 29.3.2026 um 12 Uhr zu Spiel 4.  Auch ein etwaiges 5. Spiel zur Entscheidung würde eine Woche später am heimischen Hühnerberg stattfinden.

Die beiden Auftaktspiele in Berlin waren alles andere als einfach für die Memmingerinnen. Vorallem die erste Formation der „Eisbären Berlin Juniors“ machte mächtig Druck und verlangte den Allgäuerinnen alles ab. Die Berlinerinnen hatten sich auf dem Weg ins Finale gegen den Vizemeister der Vorsaison, HK Budapest, in vier Spielen durchgesetzt. Über die gesamte Spielzeit konnten sich die Allgäuerinnen dann aber aufgrund der Breite im Kader durchsetzen und letztendlich beide Partien für sich entscheiden.

Jim Nagle, Headcoach der Maustädterinnen meint: „Berlin wird nach Memmingen kommen und nochmals Alles geben. Ich bin mir sicher, die Begegnung am Samstag wird für uns das schwerste Spiel in der Serie. Da können unsere Fans zum Gelingen maßgeblich mit beitragen“. Im Vorfeld sind bereits, Dank der großen Sponsorenunterstützung, über 2000 Tickets verkauft worden, so dass mit einer würdigen Kulisse gerechnet werden darf.

Für das Finale in Memmingen haben die Indians die Bundeswehr als Spieltags-Sponsor gewinnen können. Es werden eigens für die Heimspiele angefertigte Trikots zum Einsatz kommen und die Bundeswehr wird auch, neben einem Infostand, weitere Aktionen in der Memminger ALHPA COOLING-Arena abhalten.

Der Einlass zum Eisstadion erfolgt ausschließlich über die beiden Eingänge an der Südseite (Bodenseestraße / BBZ). Dort stehen auch zahlreiche Parkplätze zur Verfügung.  Die Tageskasse befindet sich ebenfalls dort, Aufgang linke Seite bei der ECDC-Geschäftsstelle.

„Wir bitten alle Zuschauer, frühzeitig zum Spiel zu kommen. Die Kassen öffnen am Samstag um 17 Uhr und falls notwendig, am Sonntag um 11 Uhr“, so der sportliche Leiter der ECDC-Frauen, Peter Gemsjäger.

28.03.2026 | 18:00 Uhr | ECDC Memmingen Indians Frauen - Eisbären Juniors Berlin

29.03.2026 | 12:00 Uhr | ECDC Memmingen Indians Frauen - Eisbären Juniors Berlin (*)

04.04.2026 | 17:00 Uhr | ECDC Memmingen Indians Frauen - Eisbären Juniors Berlin (*)

(*) falls notwendig

Alle Spiele der Serie werden live auf RED+ übertragen. Die Ergebnisse und Spielpläne gibt es unter: https://deb-online.live/liga/damen/bundesliga/

Fotoquelle: Hemar Gomez

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